ZORN DER TRAUM DES ARCHICLINIUS ( ÜBERARBEITETES WERK) BETA 2.0

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vor 2514 Tagen erstellt #1
Archiclinius
Stufe 90, Titurion
Beschwörer
Valorian
Z.O.R.N.
Der Traum des Archiclinius

Es war schon spät am Abend als in der alten Festung Korkumas noch ein Schiff fest machte. Es war selten geworden das sich jemand, vor allem zu dieser Stunde, noch in den alten Hafen verirrte. Denn er war schon seit langer Zeit mehr oder weniger geschlossen. Nur wenige Boote oder Schiffe legten hier noch an. Nur Händler aus Gor oder ein paar Fischer nutzten ihn noch. Seit dem großen Krieg in Iberia und dem wachsendem Chaos war es viel zu gefährlich geworden sich als Reisender durch die Ländereien zu bewegen, oder gar die Schifffahrtswege zu benutzen. Überall lauerte der Tod. Iberia war fast abgeschnitten von der Außenwelt.
Die alte Festung war seicht beleuchtet und ein paar Wachen patrollierten an den halb zerfallenen Mauern oder standen an den Toren ,die man mühsam instand gesetzt hatte , um die Feste nicht gänzlich aufzugeben .Ein paar Motten irrten um die Laternen die im seichten Wind schaukelten.
Das anlegende Schiff weckte die Neugierde der Besatzer und der Hauptmann des Wachtrupps schickte ein paar Mann zum Kai, um zu sehen wer dort gekommen war. Das Schiff war für Iberische Verhältnisse recht ungewöhnlich. Es konnte weder aus Gor noch von den Nachbarinseln stammen. Es maß viel größer im Rumpf, hatte mehr Tiefgang und auch die Segelform lies darauf schließen, das Es von weit her kam. Selbst der Hafenmeister war ratlos als man ihn fragte ob er je so einen Pott besehen hatte und er verneinte es. Die Leute an Bord waren anders gekleidet als man es kannte und teilweise unterhielten sie sich in anderen Sprachen miteinander.
Ein kleiner Knirps sprang von Bord und machte eine höffliche Geste als Begrüßung an die Wachen, die sich nun mehr und mehr im Hafen einfanden. Und es schien als seihen sie zu allem bereit. Sie versperrten dem gerade mal ein Meter kleinen Fee den Weg und verliehen ihrer Entschlossenheit Nachdruck in dem Sie Ihm eine Lanze vor den Bauch hielten. Der kleine blieb stehen und wiederholte seine freundliche Geste der Begrüßung. „Wer seit Ihr und was wollt Ihr“ fragte der oberste Wachhabende mit ernster Stimme.“ Und wo komm Ihr her“ ergänzte er die Frage während er den kleinen augenscheinlich musterte. Er war schick gekleidet in einem Gewannt aus grünem Filzstoff mit abgesetzten Mustern an den Ärmeln in silbriger Farbe. Dazu einen Hosenrock aus dem Stoff und ein paar recht edel wirkenden Schuhen aus Nagaleder. Eine Brille mit rundem Gestell zierte das Gesicht des Kleinen was Ihn wie einen Schlaumeier wirken ließ.
Mein Name ist Archiclinius. Ich bin ein Schüler des mächtigen Typhus Cultrarius am Hofe meines Königs Algart von Vilborg. „Vilborg“?? fragte der Wachmann „ Wo bei den Göttern liegt dieses Vilborg? Habe nie davon gehört .Wohl möglich seit Ihr nur ein Spion der Derioner und wollt uns zum Narren halten“. „Festnehmen“ brüllte der Wachhabende noch ehe sich Archiclinius äußern konnte. Und man brachte Ihn fort in eine der Zellen der Feste. Auch die restliche Besatzung musste wohl oder übel die Nacht im Kerker verbringen. Egal wie sehr sie sich auch zu erklären versuchten, es half alles nichts. Das Schiff wurde gründlich durchsucht und streng bewacht.
Am nächsten Morgen als Archiclinius erwachte versuchte er abermals die Wachen zu überzeugen wer er sei und hämmerte jedoch vergeblich gegen die Eichentür die seine Zelle verschloss. Als Antwort bekam er lediglich Gelächter und die Anweisung still zu sein, bis der Oberste entschieden hatte wie weiter mit Ihm und Seines Gleichen zu verfahren war. Allen Worten zum trotz machte er weiter Lärm und Radau und prügelte so gut er konnte mit seinen kleinen Fäusten gegen die schwere Tür. Es half alles nichts und man drohte Ihm an Ihn in Ketten zu legen wenn er nicht vernünftig sei. Am Nachmittag des Tages dann endlich wurden Er und die Besatzung aus dem Kerker gelassen und dem Ranghöchstem Offizier vorgeführt .Abermals kam die Frage von woher er käme und was er hier zu suchen hat. Wieder erzählte er ihnen mit den gleichen Worten woher er kam und das ihn sein König geschickt habe und neue Verbündete zu finden im Kampf für Vilborg das seit ewigen Zeiten nun schon vom Krieg heimgesuchte wurde.“Wo liegt denn dieses Vilborg „ fragte der Offizier Ihn.“ Jenseits der Nebel wenn man das Meer überquert hat dort liegt ein Land so groß wie kein zweites. Soma mein Heimatland .Die größten Helden sammeln sich dort für den Krieg um Vilborg und um die Gunst der Götter zu erwecken .Viele sind schon gefallen aber wir geben nicht auf egal was es kosten mag und eines Tages werden wir siegen.“ Bei diesen heroischen worten kullerten ihm ein paar Tränen das Gesicht hinab und seine Hände wahren zu Fäusten geballt.
„Jenseits der Nebel?? Unmöglich „protzte einer der Soldaten.“ Niemand sei jemals so weit hinaus gefahren über das Meer, geschweige denn wieder gekehrt.“ Schweigt“ herrschte ihn der Offizier an. „Ich habe euch nicht nach eurer Meinung gefragt“. Was wenn der Fee die Wahrheit sagt dachte er sich und erinnerte sich an eine alte Geschichte die er hörte als er noch jung war. Die Geschichte des Ogog. Ein ebenfalls kleiner Kautz mit mächtigen Fähigkeiten der Heilkünste. Auch über Ihn behauptet man er sei von jenseits der Nebel gekommen. „Nun gut ich will Euch Glauben schenken“ sagte der Oberste.“Ihr dürft euch in der Festung frei bewegen bis wir zu einem Entschluss gekommen sind. Solang müsst ihr hier verweilen.“ Der Offizier machte eine Handbewegung und einer der Soldaten trat dicht an ihn heran. Sie flüsterten ein paar Worte und der Soldat verschwand durch einen Nebeneingang des Großen Saals. Er hastete einen Flur entlang bis er zum Ausgang kam und rief lautstark nach einem Kundschafter der Truppe. „ Horasa“ rief er „Zu mir aber schnell wenn ich bitten darf.“ Ein schlaksiger Typ erschien wie aus dem Nichts und verbeugte sich.“Was kann ich für euch tun?“ fragte er.“ Eilt auf dem schnellsten Wege nach Keter und macht dort anständig Meldung über diesen Vorfall und kommt so schnell wie möglich wieder. Ich erwarte euch bei Sonnenaufgang morgen früh.“ „ Jawohl Sir“ erwiderte er und machte sich sogleich auf seinen Weg in die Hauptstadt. Horasa war ein Anwärter auf den Rang eines Schattenläufers .Er war sehr fleißig und gelehrig in allem was er machte und befolgte jeden Befehl und sei er noch so gefährlich. Zu dem war er einer der schnellsten und besten Melder seiner Rekrutenklasse und kannte jeden Schleichweg da er oft als Späher eingesetzt wurde.
Im Saal des Schlosses befasste man sich derweil mit den neuen Gästen und unterhielt sich angeregt mit ihnen da man mehr über die Herrschaften erfahren wollte. Es wurden so viele Fragen gestellt das Archiclinius es langsam fast zu viel wurde. Doch er behielt die Nerven und antwortete in aller Ruhe auf all das was man wissen wollte, während Bedienstete im Saal die große Tafel her richteten um nach all dem ganzen zu speisen. Doch auch noch während man aß musste er Rede und Antwort stehen, so das er ständig unterbrochen wurde und kaum einen Happen herunter bekam. Aber auch er stellte nun angeregt Fragen was denn nun los sei in diesem Land und warum man so aufgebracht sei nur weil mal ein Schiff aus fernen Ländern vor Anker ging. Man klärte ihn auf über die Lage in Iberia und erzählte ihm von dem schon lang anhaltendem Krieg zwischen Valorian und Derion.
Am Abend dann saß Archiclinius im Hof der Festung und grübelte über all das was geschehen war und genoss die Ruhe die in der Luft lag. Er schaute sich noch ein wenig um, holte noch ein zwei seiner Sachen vom Schiff und ging die großen Stufen hinauf zum Schloss der Feste um sich zurück zuziehen in ein Gemach was man ihm zugewiesen hatte. Die Besatzung des Schiffes wurde in einfachen Behausungen untergebracht. Je nach Rang jedes einzelnen besser oder schlechter. Einzig der Kapitän und Archiclinius wurden bevorzugt behandelt.
Am nächsten Tag ließ man früh wecken denn es gab noch allerhand zu besprechen was die Ausbildung Archicliniuses betraf. Er sprach von seinem Meister und erzählte über vieles was er in seinem Heimatland schon gelernt hatte. Einige Gelehrte waren anwesend um prüfend Fragen zu stellen um sein Wissen auf die Probe zu stellen. Man war sich einig das er schon recht weitreichende Kenntnisse habe die dem Valorianischem Heer wohl zu gute kommen müssen. Wenn er mit seinem Gesuch nach Verbündeten Erfolg haben wolle. Denn der letzte große Nekromant sei durch ein Attentat ums Leben gekommen und man sei auf der Suche nach neuen Lehrmeistern. Nicht das es keine geben würde doch die, die noch übrig waren kämpften Tag ein Tag aus an den Fronten der Landstriche und gute Schüler waren selten .Und ohne hin war es keine leichte Aufgabe ein guter Nekromant zu werden. Archiclinus stimmte dem ganzen zu und willigte ein sich in den Dienst Valorians zu stellen.
Inzwischen war auch Horasa zurück gekehrt und machte Meldung bei seinem Vorgesetzen. Abermals wurde er losgeschickt mit einer Nachricht nachdem er sich gestärkt hatte um über weitere Dinge Bericht zu erstatten.
Tage vergingen und Archiclinius wurde ausgestattet mit allem was man so braucht in diesen Zeiten als Valorianischer Rekrut der mächtigen Arme. Er wurde unterrichtet in dem was man wusste und man wies ihn in die Kunst des Krieges ein wie es in Valorian so üblich sei. Man schilderte ihm das Verhalten im Dienst so wie man es von Soldaten des Heeres forderte aber es unterschied sich kaum von dem was er bereits zu Hause gelernt hatte. Nur die Taktiken wie sie hier üblich waren kamen ihm noch recht fremd vor. Aber im Großen und Ganzen bekam er so langsam ein Bild von all dem was hier so vor sich ging. Und er gelobte dem Valorianischen Heer und dem König seine Treue.
Zwei Tage später ließ ihn der Wachhabende Offizier zu sich rufen und befahl ihm zusammen mit Horasa nach Horusland aufzubrechen wo er sich zu beim Sprengmeister Gripan zu melden habe. Alles Weitere würde man ihm dort mitteilen und er würde dort mit seiner Ausbildung fortfahren.
Wie befohlen machten sich die beiden auf den Weg nach Horusland quer durch Korkuma . Horasa erzählte ihm unterwegs so einiges über seine Abenteuer die er in dem Krieg schon erlebt habe und sichtlich genervt durch die ganzen Geschichten die mehr oder weniger wohl nur Geschichten waren bat er Horasa doch ein wenig inne zu hallten . Horasa verstand diesen und endschuldigte sich für sein Verhalten. Habe er doch recht selten das vergnügen sich zu unterhalten denn das Leben eines Spähers ist doch recht einsam. Da man ständig unterwegs ist. “Ihr redet schon wieder“ bemerkte Archiclinius freundlich und grinste ihn verstohlen an. „Ihr solltet euch lieber auf eure Aufgabe konzentrieren, uns sicher nach Horusland zu bringen.“ Sie gingen weiter die Wege entlang durch alte Moorgebiete die voller monströser Krokodile waren. Vorbei an zerfallenen Wäldern und durch verbrannte Zonen die man als Dracheneinöde kannte. Allerhand Gewürm gab es hier zu finden und recht gefährlich aussehende Jungdrachen um die sie einen großen Bogen machten. Keiner der beiden hatte Lust darauf als Futter zu enden und im Kampf gegen diese Biester würden sie wohl unterliegen.“Nicht mehr weit „sagte Horasa.
Endlich erreichten sie Horausland . Es war ein schöner Landstrich voller grüner satter Wiesen und Feldern voll mit allem was man so anbauen kann. Man hörte das Grunzen der Schweine die in der Nähe auf einer Farm gezüchtet wurden. „ Wir sind fast da dort vorn ist das Dorf. „

HORUSLAND

Archiclinius machte anständig Meldung bei seinem neuen Ausbilder. Gripan ,ein hochgewachsener Felinen-Krieger der sein Handwerk gut verstand und schon in so mancher Schlacht zahllose Feinde getötet hatte. Er war wohl zum Ausbilder degradiert worden weil er sich im Felde an seinem Offizier vergriffen hatte und deshalb abkommandiert wurde. Genau der richtige für diese Aufgabe. Archiclinius hasste ihn vom ersten Tag an aber man konnte sehr viel von ihm lernen.
Der Kleine lebte sich schnell ein im Dorf und tat was ihm befohlen wurde. Er freundete sich mit Herrn Bab an, der schon in die Tage gekommen war und half ihm gerne bei so einigen Aufgaben und so lernte der kleine Fee auch einiges was man über den Handel in Valorian wissen musste. Archiclinius verbrachte in seinen freien Tagen viel Zeit im Dorf und lernte eine Menge andere Rekruten kennen die aber meistens nur damit beschäftigt wahren sich zu duellieren oder sich zu brüsten mit den Taten Valorianscher Helden. Und egal wie sehr sich die Balken bogen bei all den Lügen, irgendwer kannte immer eine noch bessere Geschichte. Archiclinius war gelangweilt von alle dem und machte sich auf die Gegend zu erkunden. Er lieh sich ein Pferd und sah sich die Umgebung an. An einem kleinen See machte er halt und genoss einen Augenblick die Ruhe und ließ die Beine baumeln. Doch es sollte nicht lang dauern und er wurde während er so vor sich hin träumte von einem Schwarm Wespen genervt. Mit einem Sprung ins kühle Nass beendete er das Ganze. Ihm war gerade nicht danach sich stechen zu lassen. Ein bis zwei Stunden donnerte er noch mit vollem Hufschlag über die Wiesen und ritt dann zurück ins Dorf. Dort angekommen vernahm er große Aufregung .Einige hohe Krieger und Magier hatten sich versammelt und riefen alle Mann zu den Waffen. Der Feind war mit einem Spähtrupp ins Hinterland eingedrungen und hatte schon einige Rekruten nieder gemetzelt.
„Stellt Wachen am Tor auf und besetzt die Türme „befahl einer der Offiziere. „Bildet Gruppen und meldet euch bei mir“. Die meisten Rekruten waren in keinster Weise auf so eine Situation vorbereitet. Zwar wussten viele schon recht gut mir ihren Waffen um zugehen, doch Auge in Auge mit dem Feind war noch nie jemand von den Neuen. Dann ging es plötzlich blitzschnell. Eine Gruppe Derionischer Schattenläufer hatte es bis ins Dorf geschafft vorzudringen. Sie töten jeden der ihnen zu nahe kam und hatten keinerlei Angst sich auch an den Rittern der mächtigen Kompanien zu vergreifen. Archiclinius nahm allen Mut zusammen und versuchte zusammen mit ein paar anderen Rekruten sich so gut es ging zur Wehr zu setzen. Doch auch wenn er schon so manchen Zaubertrick beherrschte gelang es ihm nicht auch nur einen dieser üblen Burschen zur Strecke zu bringen. Er bekam einen schweren Schlag auf den Kopf und er spürte noch wie eine Klinge tief in seine Seite gerammt wurde. Er brach zusammen. Später fand er sich nachdem das Scharmützel beendet war auf einer Trage wieder. Eine zauberhafte Priesterin hatte ihn gerettet. Archiclinius blickte kurz in ihr zartes Gesicht. Doch ehe er sie nach ihrem Namen fragen konnte vielen ihm die Augen wieder zu. Zu schwach war er noch nach dieser Attacke. Es brauchte einige Tage bis er sich erholt hatte.
So sah der Krieg also aus dachte er laut vor sich hin als sie abends nach dem Dienst am Lagerfeuer saßen. Er blickte dabei in die Gesichter der anderen Rekruten. Es war totenstill nach seinen Worten. Sie alle hatten Angst vor dem was noch kommen würde. Eine laute Stimme holte die in Gedanken versunkenen zurück.“ Archiclinius zu mir“. Der kleine Fee rollte mit den Augen. Was in aller Welt will der jetzt schon wieder von mir. Griban brüllte aus vollem Halse. Archiclinius grüßte anständig und wartete ab was er wohl von ihm wolle.“Junger Freund . Ihr und einige der anderen Rekruten habt euch tapfer geschlagen. In einigen der Berichte über den Überfall viel oft euer Name . Ich befördere euch im Namen des Königs zum Soldaten und Gruppenführer.

Das Selbstmordkommando

Am nächsten Morgen hatte die Kunde schon seine Runde gemacht und es gab viele die ihm Glück wünschten. Doch so sehr sich Archiclinius darüber freute endlich ein richtiger Soldat zu sein um so mehr machte er sich Gedanken über all das was noch vor ihm lag. Er bekam das Kommando über einen Spähtrupp der zusammen gewürfelt war aus Freiwilligen und Einigen seiner alten Rekrutenabteilung. So kannte er wenigstens ein paar von ihnen und es viel ihm leichter seine Aufgaben durchzuführen. Auch wenn nicht jeder seines Trupps ihm den Respekt entgegen brachte den man einem Vorgesetzen zeigen sollte. Aber im Großen und Ganzen ein netter Haufen. Mutig und Tapfer wie sie wahren gehorchten sie Ihm. Sie machten sich gut in dem was ihnen befohlen wurde und man übergab ihnen immer wichtigere Aufträge.
Sie wahren unterwegs in Hesed um zu erkunden wie dort die Lage sei und anderen Valorianern bei ihrer Ausbildung behilflich zu sein, die bald direkt an die vordersten Frontabschnitte verlegt wurden. Hesed war eine stark bewaldete Region mit Ausläufern großer Moore. Eine Moosbewachsene Hügelkette durchzog diesen Landstrich. Einige gut ausgebaute Wege und kleine Trampelpfade wurden einst angelegt. Es gab zu jener Zeit drei große Wehranlagen mit Palisaden und Toren. Dazu einige kleinere Wachtürme an verschiedenen Ecken. Man hatte sich beim Bau dieser Anlagen viel Mühe gegeben. Und sie sehr gut den Örtlichkeiten angepasst
Eine kleine Gruppe Kämpfer kam ihnen auf dem Weg entgegen. „Söldner“ murmelte einer der Soldaten leise. Wir müssen vorsichtig sein. Denn die leben für den Krieg. Äußerlich machten die Söldner einen beschämenden Eindruck. Halb Zerfetze Kleidung und darunter zusammen geflickte Reste aus Kettenhemden. Doch ihre Waffen schienen absolut tauglich für einen Kampf. „Wohin des Weges „ fragte Archiclinius den Trupp als sie aufeinander trafen. Und blickte zornig in die Runde.“Wer seiht Ihr mir Fragen zu stellen“ erwiderte einer der Söldner. Und war schon bereit sein Schwert zu ziehen. Für einen Augenblick war es still. Alle blickten sich an. „Ich bin Archiclinius. Anführer dieses Spähtrupps und gewählt jeder Zeit von meiner Waffe Gebrauch zu machen. Also noch einmal . Wer seiht Ihr?“ Bei diesen Worten beschwor er einen seiner Diener. Ein Gottgeist der so mächtig schimmerte und Licht versprühte das die Söldner einige Meter zurück wichen und sich ebenfalls in Position stellten. „ Das wird euer letzter Tag in Iberia mein Freund „ zischte einer der schmutzigen Söldner und machte eine schnelle Bewegung in Richtung des Spähtrupps. Doch eher er sich versah war er zu Eis erstarrt. Der Gottgeist hatte in für kurze Zeit eingefroren. Die nächste Attacke folgte sofort einer der Mitstreiter im Spähtrupp war ein angehender Magier und verstand sich gut darin seine Zauber anzuwenden. Kaum war der Söldner aus dem Eis durchzuckte es ihn und mit dem Gefühl am ganzen Leib lichterloh zu brennen rannte er hin und her und prallte letztendlich gegen einen Baum und ging zu Boden. Nun wahren auch die anderen Söldner in rage geraten und griffen gemeinsam an. Der junge Grimwall, ein noch unerfahrener Krieger schleuderte eine Wurfaxt auf einen der Söldner und traf ihn mit voller Wucht am Schädel. Einen zweiten der Angreifer konnte er mit einem geschickten Schildschlag zu Boden bringen. Der Kampf entbrannte so sehr das andere Valorianer herbei eilten, um dem Geschehen ein Ende zu bereiten. Die streitenden wurden von einander getrennt und einer der örtlichen Offiziere klärte das ganze auf. Er ließ die Söldner allerdings wegen ungehorsam verhaften und fortschaffen. Denn einen Soldaten des Königs anzugreifen hatte schlimme Folgen. Denn auch wenn sie nur Söldner wahren unterstanden sie dem Befehl des Valorianischen Heeres. Der Anführer des Trupps nannte sich selber Ragnar die Klinge und war ein ehemaliger Soldat des Heeres. Seinen Kopf konnte er schon viele male durch Zahlungen in die Stadtkasse Keters retten. Doch was zu viel war wahr zu viel. Am nächsten Morgen wurde er hoch oben über dem Feldlager in Hesed an einem alten Baum aufgehängt. Archiclinius wurde das Kommando über den Trupp entzogen und Strafversetzt. Seine neue Einheit war als Selbstmordkommando bekannt. Und nicht jeder mochte hier seinen Dienst tun. Denn es war alles andere als freiwillig. Dienst rund um die Uhr und zu jeder Zeit bereit sein. Disziplin brüllte der Leitende ständig. Disziplin. Und egal zu welcher Stunde es Alarm gab wagte es niemand sich zu beschweren. So verbrachte Archiclinius die nächsten acht Wochen seinen Dienst in Hesed.

Der Krieg in IBERIA

Archiclinius hatte viel gelernt in dieser Zeit denn es war eine harte Ausbildung um ein guter Nekromant zu werden. Doch er war fleißig und gelehrig so das, er diese Einheit bald verlassen konnte und neue Befehle bekam. Sein Ehrgeiz war groß und er bekam die Chance sich zu bewehren und man teilte ihm eine neue Abteilung zu. Zwar mit den gleichen Aufträgen wie sonst auch aber ihr Radius wuchs mit der Zeit. Was ihn und seine Gruppe immer weiter an die Frontabschnitte brachte und damit die Gefahr wuchs gefangen genommen, verwundet oder gar getötet zu werden. Doch strebsam wie er war meisterte er jede Situation und man sprach so gut über ihn das er das Angebot bekam, in einer regulären Einheit zu kämpfen. Er hatte es geschafft. Endlich nach so langer Zeit.
„Soldat Archiclinius meldet sich zur Stelle“. Mit diesen Worten meldete er sich am nächsten Tag bei seiner neuen Einheit und bekam erstmal etwas Gelächter als Antwort. „Spart euch das für Gripan auf“ rief ihm jemand zu und die Meute lachte erneut groß auf.“Ich soll mich hier melden“ sagte Archiclinius mit ernster Miene. Und sah sich um. Ein Haufen junger Anwärter auf den Rang eines Magiers bildete die Hauptachse dieser Kompanie. Viele Bogenschützen und Schattenläufer und einige Priester wahren mit von der Partie. Doch er blieb in seiner Klasse der Einzige und man verspottete ihn für seine Wahl. Ein altgedienter Schütze der mit einer mächtigen Armbrust bewaffnet war nahm sich seiner an. Morbus, ein Veteran. Und ein Meister seiner Klasse auch wenn er bis dato den Ritterschlag noch nicht erhalten hatte, er war ein echter Könner. Die beiden wurden Freunde und durch ihn bekam Archiclinius Zugang zu den anderen seiner Abteilung. Morbus und er verbrachten viel Zeit mit einander und sie lehrten sich gegenseitig alles was sie über ihre eigene Klasse wussten. Ob im Felde oder abends in der Taverne, sie wurden ein gutes Team. Und weil es Morbus lästig wurde ihn immer beim vollen Namen zu nennen verpasste er ihm das Kürzel Archi.
Spät in der Nacht, es war Vollmond, begab sich Archi auf den alten Friedhof in der Nähe des Dorfes um die Toten zu rufen und sich Rat bei seinen Ahnen zu holen. Es war eine kalte Nacht. Und ihn umfing ein seichter Schleier als er mitten in seinem Ritual war. Sie hörten ihn, die Toten und gaben ihm zu verstehen dass es gefährlich seih, Spielchen zu treiben mit den Untoten und er eines Tages seine Seele geben müsse um ein echter Meister zu werden. Er hatte noch viele Fragen doch er ließ ab bedankte sich und hinterließ einige Kräuter und Pilze die er gesammelt hatte.
“ Kein schöner Ort um diese Uhrzeit“ klang eine Stimme in sein Ohr. Er zuckte zusammen und drehte sich um. „Für mich schon“ antwortete er und erblickte eine liebreizende kleine Fee am Rande des Friedhofs. „Du fragst die Toten nach deiner Zukunft? Ich kenne deine Zukunft wenn du so weiter machst“ sagte sie. „ACH WIRKLICH „ ? brüllte er und verpasste ihr einen bösen Zauber. Tief verwirrt und mit einer Angst beseelt wie sie sie noch nicht erlebt hatte war sie nicht in der Lage sich zu wehren. „ HÖR AUF DU NARR DU WEIST NICHT WAS DU TUST“ schrie sie voller Angst. Noch immer im Taumel des Rituals lachte er sie mit voller Inbrunst aus. Ein so böses Gelächter hatte sie noch nie vernommen. Seine Augen blitzen auf und ein verächtliches Grinsen stieg ihm ins Gesicht.“Willst du noch mehr“ fragte er sie mit einer Grabesstimme. Tief in ihm grollte es .Die zarte Fee nahm sich zusammen, befreite sich von dem Zauber. Dann flog ihre kleine Hand mitten in Archis Gesicht. Wie von Sinnen starte er sie an, fiel auf die Knie und fing an zu weinen. Tief in seinem Inneren fühlte er Schmerz. Alte Wunden seiner Seele brachen auf. Er fühlte sich verzweifelt. Sie nahm ihn in den Arm drückte ihn fest an sich. „Du einfältiger Narr was tust du nur„. Sie hielten einander fest bis der Sonnenaufgang nahte ohne ein weiteres Wort zu wechseln. Die beiden genossen die strahlende Wärme der Morgendlichen Sonne. Archi war blass um die Nase was für einen Nekromant wohl nicht ungewöhnlich war doch er war so bleich das man ihn glatt für Tod erklären konnte.“Schlimm siehst du aus, du solltest dich ausruhen und bitte unterlasse solche Dinge bis du mächtig genug bist.“
„Wer seit Ihr das ihr mich belehren müsst“ fragte er zögerlich.“ Den Schlag auf den Kopf hab ihr wohl schon vergessen“ grinste sie ihn an.“Mein Held“ fügte sie hinzu und schaute ihn strahlend an. „Ihr ..Ihr ..seid „ stotterte er. „Ja genau „ lachte sie „ Genau die bin ich.“ Sie drehte sich ein wenig von ihm weg …sah ihn noch einmal mit ihren großen Augen an. Dann küsste sie ihn flink auf die Wange und rannte den Weg zum Dorf zurück. Fast außer Sichtweite drehte sie sich noch einmal um und winkte ihm zu. Archi machte sich auf nach Keter obwohl es ihm nicht besonders gut ging. Er schlenderte über den Marktplatz und sah sich etwas um. Hier und da hatten Händler ihre Stände aufgebaut und boten so einiges an. Waffen, elegante Rüstungen, Schmuck und allerlei Zeug was die Bediensteten aus den Bergwerken holten oder was die Armee von den Schlachtfeldern mit nach Hause brachte. „Da bist du ja, wo warst du letzte Nacht ich hatte schon gedacht die Deris hätten dich verschleppt.“ Morbus der Schütze stand hinter ihm.“Ich hoffe du bist bereit .Heute Abend ziehen wir los. Einige Derioner haben Teile von Hesed besetzt. Wir holen uns das Gebiet zurück.“ sprach er zu ihm.“ Sie haben Hesed besetzt? das heißt ja sie stehen kurz vor den Toren?“ fragte Archi seinen Freund. „Immer mir der Ruhe“ antwortete Morbus „Die kommen nicht weit denn für heute Abend ist eine große Offensive geplant. Wir werden die Lager der Deris dem Erdboden gleich machen.“ Es wird eine harte Nacht bis wir alle vertrieben haben.“ Bei diesen Worten blickte Morbus finster. Es war nicht das erste Mal das er bei einer solchen Schlacht dabei war. Er und Archi machten sich bereit für den schweren Auftrag. Die Deris sollten diesen Tag nicht so schnell vergessen.

Spät am Abend

Ein klirren und klappern war zu vernehmen aus dem Hesed-Forst .Langsam und gemächlich schob sich der Tross der mächtigen Einheit Over18ELITE durch den Wald. Allen voran ein großer Krieger. Lancelot .. ein mächtiger Hüne , ein Felinekrieger. Sanft in seinem Wesen doch ein gewaltiger Gegner im Kampf. Er war nicht der typische „HAUDRAUF“. Er war mehr er hatte großes Geschick im Umgang mit seinen Waffen. Und verstand die Taktiken die wichtig waren. Neben ihm ging ANAT. Die Anführerin dieser Horde. Sie war ehrgeizig und waghalsig. Aber eine liebenswerte Fee mit Sinn für Gerechtigkeit. Einige Erkunder waren schon ins Gebiet geschickt worden um sich über die Lage ein Bild zu machen. Man traf unterwegs auch auf einige Meldegänger anderer Einheiten und man tauschte Berichte über die Truppenstärke der Derionischen Verbände aus. Archi war extrem angespannt. Er wusste noch nicht was auf ihn zukommen würde. Es war still im Wald nicht ein Vogel war zu hören. Eine düstere Stille umfing sie als sie sich Teiyon nährten. Es war die Ruhe vor dem Sturm.
Die Festung Teiyon war eingebettet in eine Hügelkette und zwei große Tore mit hölzernen Ausläufern versperrten die Zugänge. Ein paar Wehrgänge erleichterten den Verteidigern die Möglichkeit Bogenschützen einzusetzen um die Angreifenden Truppen zurückzuschlagen. Ein paar Gruppen machten sich an den Toren bereit alles zu geben. Der Rest der Einheiten bildete einen großen Pulk in der Mitte des Lagers auf einem kleinen Hügel. Gut zu verteidigen wenn jeder das tut was ihm befohlen wurde. Die Anspannung wuchs mit jeder Minute.
„SIE GREIFEN AN“ schallte es laut vom linken Tor herüber. Die Schlacht begann.
Mehrere Kompanien der Derionischen Truppen prallten mit voller Härte auf das Tor ohne Rücksicht auf Verluste. Ein gewaltiger Schlagabtausch entbrannte und die Schützen hatten alle Hände voll zu tun. Es regnete unentwegt Pfeile auf die Gegner nieder. Einige von ihnen zielten auch direkt auf welche die versuchten im Schutz der Priestergelehrten das Tor zu erreichen und einzudringen. Doch dort erwartete man sie schon und es flogen reichlich Äxte für jeden von ihnen. Einige Valorianische Krieger stürmten in die Reihen der Angreifer und zerschlugen so die erste Angriffswelle. Dicht gefolgt von Magiern der Höheren Schulen Valorians. Sie machten mächtig Eindruck. Und ihre Attacken waren gewaltig. Sie fegten die Angreifer beiseite als währen sich nichts. Den Schaden den sie zufügen konnten war enorm und so mancher Deri blieb auf der Strecke oder suchte das Weite. Jetzt hieß es durchhalten. Denn die zweite Welle war sehr viel heftiger als die erste. Es kahmen immer mehr Derionische Truppen in das Waldgebiet. Und sie formierten sich neu. Sollten sie es schaffen durch zu brechen, könnte auch dieses Gebiet in feindliche Hände fallen. Die zweite Welle war nicht zu vergleichen mit dem was die Deris in der ersten gezeigt hatten. Sie wollten wohl nur die Stärke prüfen. Es donnerte, die Erde bebte und ein Teppich aus tausenden zuckenden Lichtbogen zusammen mit einem riesigen Hagel aus Eis rollte auf das Tor zu. Es waren einfach zu viele. Einige Verteidiger sprangen in Panik von den Wehrgängen und rannten um ihr Leben. Ein paar Offiziere versuchten sie noch zu beruhigen aber zu spät. Unter dem gewaltigen Angriff fiel das erste Tor. Und der Feind drang schnell in die Festung ein. Immer in Richtung Hügel. Geduldig und ruhig standen die Verteidiger am Hang und erwarteten die Deris schon mit einer Erwartung wie Archi sie nicht verstand. Doch er sah warum. DISZIPLIN . Ein Sturm brach los und mit ihm verloren viele Deris ihr Leben. Archi staunte und vergas darüber selbst mit anzugreifen. So unglaublich war dieses Theater welches sich ihm bot. „Durchhalten“ brüllten die Offiziere. „Sie kommen gleich. Durchhalten“. Wer da wohl noch kommen mag dachte sich Archi. Ihm reichte es schon was er hier zu sehen bekam und zu spüren. Ein großes Brüllen klang vom linken Tor, was in Sichtweite des Hügels lag. Ein breites Grinsen stieg ihm ins Gesicht denn eine Schar Valorianer fiel den Deris in den Rücken. Die DEERDEVILS. Allen voran der härteste Krieger dieser Gilde . „Eisblut“ so wurde er genannt, stürmte mit hohem Tempo direkt in die Menge und brüllte dabei so laut daß einige Derioner erstarten vor Angst. Er schwang seine mächtige Axt wie kein zweiter. Und zertrümmerte einen Gegner nach dem anderen. Diese Truppe war gnadenlos. Keinen Schritt zurück so schien es bei dieser Horde. So schnell wie sie gekommen waren, verschwanden sie auch wieder. Der Rest war reine Rutine. Sie hinterließen einen Berg aus Leichen. Und sichtlich erleichtert und erschöpft von dem Gemetzel sank Archi zu Boden und dankte seinen Göttern dass sie ihn verschont hatten. Doch es war noch nicht vorbei. Seine Einheit formierte sich nun unweit von Mosud zusammen mit vielen anderen Truppen Valorians um das Derionische Lager zu stürmen. Und damit Hesed komplett zu säubern. Jedoch wart die Anzahl der Valo Truppen so hoch das der Örtliche Commander der Deris sich entschloss das Lager aufzugeben. Sie zogen sich unter starken Verlusten Stück für Stück zurück. Einige valorianische Truppen zogen noch weiter um den Deris den Rückweg abzuschneiden und ihnen in Ardir aufzulauern. Archi und Morbus hatten genug gesehen an diesem Tag und machten sich auf nach Keter. Wo man sie bereits erwartete.

Intrigen und Verräter

Die Kunde über den Ausgang der Schlacht war bereits in Keter und Umgebung angekommen. Freudig wurden die Valorianer empfangen und man feierte bis in die frühen Morgenstunden. Doch man sollte bedenken daß es nicht die letzte Schlacht sein sollte und es gab auch andere Mittel und Wege einander zu bekämpfen. Denn worüber sich viele keine Gedanken machten war die Politik des Landes. Die meisten Soldaten kümmerte es wenig was die feinen Herrschaften und die Fürsten so trieben. Doch wie groß die Gefahr sei und wie mächtig man sein kann wenn man nur genug Gold und Einfluss hat sollten bald einige zu spüren bekommen. Es gab so manchen, der ein doppeltes Leben führte in Iberia. Und Neid war schon immer das Übel allen Ursprungs. So geschah es das sich viele der „feinen Herrschaften“ begannen einander zu mistrauen. Schuld daran waren bösartige Lügen die sich nach und nach breit machten. Üble Gerüchte die man sich erzählte untereinander und wenn es dabei der ein oder andere falsch mitbekam wurden aus kleinen Geschichten gleich richtige Fehden zwischen den einzelnen Clans und Gilden Valorians. Es konnte dabei schnell geschehen das sich altbewährte Allianzen ins Nichts auf lösten oder Soldaten ihre Einheiten verließen und sich einer anderen anschlossen. Ohne je die Wahrheit und die Ursache für diesen Unmut und Streit zu kennen. Eine perfekte Waffe. Und so mancher Soldat war bereit für eine Hand voll Gold seine eigene Familie zu verraten. Die Fürsten der großen Häuser Valorians waren bestürzt über diesen Zustand. Es mußte etwas geschehen und zwar schnell. Denn es kam in letzter Zeit vor das Einheiten ein Schlachtfeld verließen nur weil man sich nicht einig war und sich zwei drei Barone oder Grafen darum stritten wer Schuld war an fehlender Zusammenarbeit oder über den Ausgang eines Scharmützels. In Derion rieb man sich die Hände und war hoch erfreut das der Plan Früchte trug. Mehr und mehr gewannen Sie so ihre Macht über Teile des Landes zurück. Auch in Archi`s Truppe fing man an sich in zwei Lager aufzuteilen. Die Anführerin wurde bezichtigt Unfähig zu sein und das Kommando über ihre Leute doch lieber abgeben solle, da Sie nicht im Stande sei auf vernünftige Art und Weise zu verhandeln. So gab es nun die treuen Soldaten die ihr vollkommen vertrauten und all die, die sich ihr widersetzen aufgrund von Meinungen die aber völlig haltlos waren. Sie würde zu Gunsten von anderen Gilden handeln oder gar Geschäfte mit den Derionern machen. Und darüber hinaus sich um das Wohl so mancher nicht genug sorgen.
Archi bekam bei all dem Streit Kopfschmerzen und es bereitete ihm eine zunehmende Unmoral. Er machte ein paar Tage frei. Das heißt er gab zu verstehen das eine Prüfung vor ihm lag für die er einige Zeit viel Ruhe brauche um sich vorzubereiten. Man stimmte zu und er packte seine Sachen um für einige Tage durchs Land zu reisen. Er brauchte einfach nur seine Ruhe doch das mußten die anderen nicht wissen. Seine erste Station was das Dorf um sich mal wieder bei Herrn Bab zu melden und sich mit ihm ein paar Stunden über die Götter und die Welt zu unterhalten. Denn Herr Bab war in seinem Leben viel herumgereist bevor er sich im Dorf niederlies und ein örtlicher Händler wurde. Er wußte einfach fast immer Rat wenn einen etwas bedrückte oder man nach wertvollen Dingen suchte. Wie zum Beispiel kostbare und seltene Waffen. Archi half ihm ein paar Stunden bei seiner Arbeit. Er machte für Herrn Bab so einige Besorgungen im Umland denn Herr Bab war ja nicht der Jüngste und Archi konnte gut zupacken und ging ihm gerne zur Hand. So blieb er schließlich 2 volle Tage und der Alte war sichtlich erfreut über so viel Fleiß. Und wie sie am nächten Abend am Lagerfeuer saßen und einen guten Schluck zu sich nahmen sprach Herr Bab zu ihm. „Mein ehrenwerter Freund. Du hast schon viel für mich getan. Obwohl ich es Dir nie abverlangt habe. Ich habe Dir zu danken. Ich habe hier etwas für Dich. Es ist von einem alten Freund der uns sehr früh verließ. Er war so jung wie Du und hatte den Selben Traum ein großer Gelehrter zu werden. Das hier was seine Rute. Und ich möchte Sie Dir geben als Dank und Anerkennung für deine Verdienste. Es ist eine sehr gute Waffe. Ein geschickter Schmied baute sie für ihn und ein echter Meister brachte es fertig sie hervorragend zu veredeln und dabei ihre Verzauberung stark zu verbessern. In den richtigen Händen ist sie ein mächtiges Instrument. Sie soll fort an Dir gehören. Gebrauche sie weise. Die Rute sah anders aus als die, die Archi bisher gesehen hatte. Es war eine Derionische Zauberrute. Eine Drachenknochenrute. Sie gab ein wundervolles Leuchten von sich. Sie schimmerte im Wechsel hin und her. Archi war sehr begeistert und bedankte sich Herzlich. Stolz betrachtete er sie eine ganze Weile lang. Die Rute die er bisher trug verschenkte er selber an einen Rekruten der mit ihnen am Lagerfeuer saß. Dieser freute sich wohl genau so sehr über das Geschenk wie Archi sich über seines und bedankte sich ebenfalls sehr herzlich.

Dämonen und anderes Gewürm

Am nächsten Morgen stand Archi früh auf. Er wollte noch einiges vom Land sehen die nächsten Tage und ein wenig freie Zeit genießen. Auf dem Rücken eines Pferdes wollte er sich aufmachen. Es dürstete ihn nach etwas Abenteuer. Man hatte ihm von Solems-Grab erzählt welches er sich gerne einmal genauer ansehen wollte. Er hatte sich eine gute Ausrüstung besorgt. Alles was ein richtiger Forscher so brauchen kann um auf den Spuren der Ahnen auf Reisen zu gehen. Und wo könnte es für einen Nekro spannender sein als sich in alten Gruften und Gräbern auf die Suche zu machen und verborgenes zu enddecken. So ritt er los immer Richtung Tarat. Immer die Straßen und Wege entlang. Unterwegs traf er auf ein paar Außenposten der Valorianischen Armee und machte hier und dort halt um sich zu erkundigen über die örtlichen Zustände. Denn das Arianrod-Tor lag ganz in der Nähe und dieses trennte die beiden verfeindeten Länder von einander. Mächtig waren die Mauern und das Tor. Ein gewaltiges Bollwerk bot sich seinen Blicken. Dahinter in Stellung gebrachte Katapulte sollten Angreifer die sich dem Tor nähern zerschmettern. Dazu war es stark bewacht. Den Weg weiter Richtung Norden im Verlauf gefolgt erreichte er bald das alte Grab. Er verschaffte sich Zugang zu dem Gemäuer aus dem ein fürchterlicher modriger Geruch empor stieg. Und er mußte bald feststellen daß er dort nicht allein unterwegs war. Denn eine ganze Heerschar Untoter „bewohnte“ das Grab und mit ihnen allerlei Skorpione die überall umher krabbelten. Zu dem versteckte sich hier unten ein dunkles Wesen das man Kerges nannte. Ein vierbeiniges dämonisches Vieh mit allerleih bösen Fähigkeiten welchem Archi schon bald gegenüber stand. Kerges hatte sich wohl all diese untoten Diener erschaffen und er fühlte sich sichtlich überlegen als sie aufeinander trafen. Doch Archi erinnerte sich an die Worte seines Meisters der immer wieder sagte man solle den Geist vor die Materie stellen. Und besonders helle waren die Untoten nicht gerade. Er konnte die geistige Verbindung zwischen den Dienern und ihrem Meister Blockieren. Auf diese Art konnte er sie sehr einfach bekämpfen und schließlich stand Kerges ihm allein gegenüber. Archi zögerte nicht lang und versucht das Dasein des Dämonen zu beenden. Doch der Dämon wehrte sich stark und Archi mußte einige harte Treffer einstecken. Mit eisernem Willen gelang es ihm aber Kerges letztendlich niederzustrecken. Er näherte sich seinem Opfer und vernahm noch ein letztes Schnaufen. Dann zog Archi weiter durch die alten Gänge. Überall traf er weiterhin auf Untote die ihn sofort angriffen sobald sie ihn vernahmen. Es mußte sich wohl noch jemand hier unten versteckt halten. Und so ging er sehr vorsichtig weiter um nicht plötzlich in eine Falle zu geraten. Denn der Eingang durch welchen er gekommen war hatte sich verschlossen und er mußte wohl oder übel nach einem anderen Weg suchen. Den fand er schließlich. Nur gab es da ein kleines Problem. Nicht das ihm die Höllenhund Wachen zu schaffen machten. Nein das war nicht das worüber er sich Gedanken machte. Viel mehr war es ein Ballrock der ihm den Weg nach draußen versperrte. Und wer je vor einem gestanden hat, der weis welch ein merkwürdiges Gefühl einen überkommt wenn man noch kein Meister ist.
Dieses Monster war um einiges größer als Archi. Der Boden zitterte unter den Hufen wenn Es wild aufstampfte. Und es schwank eine riesige Klinge mit der es wohl auch vermag Stein zu zertrümmern. Mit viel Respekt trag Archi diesem gewaltigem Gegner gegenüber. Er hatte nun einen seiner eigenen Diener gerufen und machte sich bereit. Auch er besaß die Fähigkeit ein dunkles Wesen herbeizurufen welches ihm absolut gehorchte. Mit einem Dämon der kleineren Art griff er seinen Gegner an und versuchte ihn so abzulenken das er seine Zauber ungehindert einsetzen konnte. Er mußte jedoch feststellen daß es kein leichtes war solch ein Monster zu bezwingen und einige Verhexungen missglückten ihm. Dieses Vieh war durch und durch mit böser Kraft beseelt. Und hatte eine starke Aura die es schütze. Und je mehr Archi es versuchte umso wilder wurde der Ballrock. Er schlug mit seiner mächtigen Klinge und einem gewaltigen Hieb so sehr auf den Boden das es eine Druckwelle erzeugte die alles was ihr im Wege war beiseite schleuderte. Archi wurde viele Meter durch die Luft gewirbelt und schlug hart auf dem Geröll haltigem Boden auf. Innerlich füllte er sich als würde er zerrissen. Sein Körper bog sich beim Aufprall so sehr das er arge Schmerzen verspürte. Welch eine Kraft dieses Monster noch besaß konnte er gut sehen als es sich über seinen Diener hermachte und es mühelos wie ein Spielzeug hin und her schleuderte und ihn schließlich mit einem mächtigen Hieb besiegte. Noch leicht benommen suchte Archi erst einmal Schutz in einer Ecke in einem der Gänge und verschnaufte ein wenig. Er kramte in seinen kleinen Gürteltaschen nach einer Ampulle die er von einem Druiden gekauft hatte. Archi glaubte zwar nicht wirklich an die Worte von so manchen Quacksalbern aber der Trank in dieser Ampulle sollte einem ungeheuerliche magische Kräfte verleihen. Das Zeug schmeckte so abscheulich wie Krötenschleim. Gewappnet und mit großem Mut griff er das Monster erneut an. Doch dies Mal ging er zuerst auf die Bestie los und ließ seinen Diener hinter sich stehen. Der Ballrock rannte mit mächtigen Schritten auf ihn zu und attackierte ihn wieder und wieder mit mächtigen Schlägen. Erst dann als der Ballrock am toben war schickte Archi seinen Gottgeist auf den riesigen Dämon. Es gelang ihm dieses Vieh für ein paar Sekunden an eine Position zu binden. Auf diese Weise war das Monster seinen Attacken ausgeliefert. Und es mußte schwere Angriffe über sich ergehen lassen. Der kleine Fee ließ es mächtig krachen und setzte dem Ballrock stark zu. Gewaltige Blitze entluden sich wieder und wieder. Die Verhexungen verfehlten ihr Ziel nicht und mit einem gewaltigen Brüllen fiel der mächtige Gegner. Archi sah sich sein Gegenüber noch eine Weile lang an. Und war erstaunt über die Macht die seiner neuen Rute inne wohnte. Dann machte er sich auf schnellstens aus dem Grab zu kommen. Er hatte erst einmal genug und ritt zum nächsten Valorianischem Lager das sich in der Nähe befand um wieder Kraft zu sammeln. Die Mannschaft war freundlich und aufgeschlossen .Sie versorgten sein Pferd und bereitetem ihm einen Platz für die Nacht. Nach einem deftigen Happen aus der Feldküche und einer kleinen Erzählung von dem Erlebnis im alten Grab fiel Archi müde auf ein Feldbett und schlief ein.
Am nächsten Tag ritt er wieder Richtung Horusland. Er hatte erst einmal genug. Denn die Aktion im alten Grab hatte er sich anders vorgestellt und war vorerst Abenteuer genug gewesen. In Horusland angekommen trieb es ihn wieder ins Dorf um Herrn Bab zu berichten was er erlebt hatte. Dieser schmunzelte ein wenig über Archis Torheit aber war froh daß es ihm entsprechend gut ging nach so einer Begegnung. Da schon manch einer sein Leben gelassen hatte bei dem Versuch einen Ballrock zu töten. Sie plauderten noch eine Weile. Danach setzte er sich auf die Wiese inmitten des Dorfes und sah den neuen Rekruten bei ihrem Training zu oder half einigen bei ihren ersten Schritten und beantwortete viel Fragen die man ihm stellte. So verbrachte er den ganzen Tag im Dorf.
Spät am Abend saßen Archi mit einigen anderen noch am Feuer und lauschten seiner Geschichte. Ein paar Rekruten staunten und waren begeistert. Welch ein Heldenmut man doch habe müsse um gegen Dämonen zu kämpfen. „ Schade daß er dich nicht gefressen hat“ hörte er eine Stimme rufen und gleich darauf lachten alle über die Bemerkung. Archi drehte sich um und sagte nichts. Er sah in die Augen jener kleinen zarten Fee die ihn schon verzaubert hatten als sie sich das erste Mal trafen. Ihm fehlten die Worte so wundervoll war sie. Sie setzte sich neben ihn und lehnte sich an seine Schulter. „ Du must besser auf die aufpassen, hörst du?“ „Sonst fressen dich eines Tages noch die Raben. Und ich müßte mir den Rest meines Lebens Vorwürfe machen.“ Leicht verwirrt über solch eine Aussage sah er sie zweifelhaft an und fragte“ wer bist du und warum….wieso…vorwürfe?....ich verstehe nicht ganz….. . „Snaffsnaff mein Name ist Snaffsnaff …. und ich….ich … jemand muß doch auf dich aufpassen. Und …ich ….“ Die beiden sahen einander lange an ohne daß sie noch ein Wort heraus brachten. Aber das war auch nicht nötig. Archi fühlte genau wie Snaffsnaff das sie sich gefunden hatten. Sie gingen ein Stück zusammen und suchten sich ein ruhiges Plätzchen. Gemeinsam verbrachten sie die lange Nacht zusammen und lagen auf einer großen Wiese in der Nähe des Dorfes und blickten in die Sterne die funkelten und am nächtlichen Himmel ein Lichtspiel zum Besten gaben. Sie unterhielten über viele Dinge vor allem über das was Archi antrieb. Und warum er hier sei. Snaffsnaff bemerkte an ihm so einige Dinge die ihn von so vielen unterschied. Seine Art und Weise mit der er durch das Leben ging. Und sein permanenter Eifer und sein Ehrgeiz alles wissen zu müssen. Was sie zum Teil auch erschreckte. Aber er sei für sie wie ein Magnet und sie wollte wenn sie nur könne und durfte mit ihm sein. Die Stunden vergingen und sie machten sich gegenseitig Luft im Herzen. Sie sprachen noch lang miteinander bis der Morgen nahte. „ Ich muß mich verabschieden mein kleiner Held. Mein Dienst fängt bald an und …. O man .. bin ich müde wie soll ich bloß den Tag überstehen.“ Sagte sie und reckte und streckte sich. So halb verschlafen sah sie noch entzückender aus als sie es eh schon war. Sie lächelte ihn an drückte ihn fest an sich und küsste ihn auf die Wange. Sie zwinkerte im noch einmal zu und sauste los. Snaffsnaff hatte einen posten in der Priesterabteilung und war für die neuen Anwärter zuständig um ihnen das Grundwissen eines Priesters zu lehren. Und sie hasste es zu spät zum Dienst zu erscheinen. Archi blieb noch eine Weile auf der Wiese liegen und blickte den Vögeln nach die am Himmel ihre Kreise zogen.

SEMIBO

„Guten Tag werter Herr könnt ihr mir wohl kurz weiter helfen? „ klang eine Stimme vom Weg her.“ Ich suche jemanden.“ „Dann lasst Euch nicht aufhalten“ gab Archi zurück und schaute seelenruhig in den Himmel und lag weiter faul im Gras. „Öhm mein Herr ich möchte nicht unhöflich erscheinen aber …..“ „Aber „? Fragte Archi zurück und stand auf und drehte sich zu Ihm. Am Weg stand ein Fee von hagerer Gestallt. Er trug eine braune Robe aus Leinenstoff wie Archi sie lange nicht gesehen hatte. Auf dem Kopf trug er einen Hut ähnlich wie bei einem Totengräber. Großer Rand und Schwarz. In seiner Hand hatte er einen alten moosbewachsenen Holzstab der leicht grünlich schimmerte. Das Werkzeug eines Nekromanten. Archi sah in sein Gesicht und begann sich zu erinnern. Er kannte Ihn noch aus vergangenen Tagen. Und er kannte ihn gut. Es war sein alter Freund Semibo.
In der Selben Sekunde fragte er sich was bei allen Göttern macht er hier. Wie kommt er hierher. Mich zu suchen und zu finden so weit weg von Soma. Archi sah ihn immer noch an. Gab aber keinen Ton von sich. So verwundert war er. „Archiclinius“ fragte Semibo “seit ihr es mein Herr?“ „Ja mein Freund ich bin es wahrlich“. Für einen kleinen Augenblick war es ruhig. Die beiden fielen sich in die Arme und klopften einander kräftig auf die Schultern. Dann grinsten sie frohen Mutes und setzten sich auf die Wiese. Denn sie hatten sich sehr viel zu erzählen. „Wo warst Du all die Zeit Archi. Wir haben auf Dich gewartet. Es war eine lange Zeit. Fast 3 Jahre. Danach beschloss man neue Diplomaten zu endsenden. In alle Ecken der Welten. Ich meldete mich freiwillig für diese Mission.“ Sagte Semibo.“ Was 3 Jahre ? Das kann niemals der Fall sein. Ich bin vor 3-4 Monaten hier angekommen.“ brachte Archi mit verwundern heraus. „Das kann unmöglich sein.“ „Doch mein Freund wir haben eine Ewigkeit gewartet auf Dich. Als die Hoffnung schwant erklärte man euch als verschollen. Das ist fast wie Tod sein und Du weist es.“ Sagte Semibo schroff. Aber der König ... meine Mission….“ Stotterte Archi verwirrt. „Der König ist tot Archi . Der König ist tot. Vilborg wurde vollständig zerstört. Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Kein Haus , kein Turm einfach nichts. Sie haben uns ausgehungert. Acht Monate Belagerung. Dann kam der Angriff. Nachts. Es regnete in Strömen. Schlechte Sicht auf den Mauern. In der Ferne hörte man das Quitschen und Knarren von schwerem Gerät.“ Semibo sah in Archis Gesicht das immer blasser wurde und erzählte mit ernster Stimme weiter. „Dann ging es los. Ein andauender Hagel aus großen Felsbrocken ging über uns hernieder und forderte einige Opfer in unseren Reihen. Dazu kamen Bogenschützen und Ballisten die sie stetig nach vorne schoben auf dem Vorfeld um genauer zu treffen. Es gab viele Tote. Letztendlich gelang ihnen die Zerstörung des südlichen Walls. Was dann geschah …..“ Semibo verstummte, rang mit den Tränen und zitterte. Archi hielt ihn an den Schultern fest und schaute ihm tief ins Gesicht. Dann schossen ihm eintausend Bilder durch den Kopf. Soma … die alte Stadt Vilborg….. all seine alten Freunde….. der König…. Sein Auftrag. Er fühlte sich hilflos und leer. Und warum 3 Jahre. Er dachte innerlich daß alles nur seine Schuld sei. Das er versagt hätte. Er war außer sich. Er drehte innerlich komplett durch. Er schrie wild rum, brüllte aus vollem Halse allerlei Böses über sich selbst und verfiel in Raserei. Und wollte sich dabei selbst verfluchen. Im Wahnsinn griff er nach einem großen Stein und schlug ihn sich mehrfach selbst gegen den Kopf. Blut floss ihm das Gesicht herab. Archi ging benommen zu Boden. In seinem Kopf blitze es kurz auf und schließlich verlor er die Besinnung. Semibo stand erst kurz fassungslos da uns sah wie sich der Freund selbst niederschlug. Er kniete sich neben ihn und versuchte ihm zu helfen, ihn wach zu rütteln und seine Wunde zu stillen die stark blutete. Als Semibo dabei war Archi einen Verband anzulegen kam Archi zu sich und schreckte hoch. Noch immer den Wahnsinn und den Schmerz an den großen Verlust im Kopf. Archi rannte wirr zu seinem Pferd was im in der Nähe auf einer dem Dorfe nahe gelegenen Koppel stand. Archi brüllte laut „ Ich werde sie alle umbringen, sie abschlachten“ und riss sich den halben Verband vom Kopf. Er stieg auf sein Pferd donnerte zum Stallgebäude und sattelte auf. Dann raste er schnell wie ein Dämon in Richtung Tarat und nahm den Weg nach Norden. Nach Ardir trieb es ihn. Tod . Das war das einzige was ihm nun im Kopf war. Er hatte einen Blutrausch. Und da bei einem Nekromanten früher oder später die Macht des Bösen eine wichtige Rolle spielt fordert Diese aber von Zeit zu Zeit etwas ein. Seelen sie nährt sich von Seelen. Und sie erwacht wenn man den ZORN in sich trägt. Archi wusste genau was er nun zu tun hatte auch wenn es eines Tages seine Seele kosten würde. Hoch auf seinem Pferd donnerte er die Straßen und Wege entlang immer Richtung Ardir. Unterwegs traf er ein paar Söldner die er leicht mit etwas Gold überreden konnte mit ihm an den Frontabschnitt von Ardir zu reiten um sich wie er sagte „etwas umzusehen“. Allerdings war den Söldnern klar was er wollte. Denn das Geld floss reichlich in die Taschen . Und da Archi Soldat des Königs war stellten sie keine Fragen. Sie wahren gut bewaffnet wie Archi feststellte und grinste finster.“ Vorwärts“ befahl er. So ritten sie mit 8 Mann weiter und kamen als bald bereits an den ersten Stellungen an. „Sonderauftrag“ sagte Archi immer nur zu den Offizieren die sich dort vor Ort befanden und ritt seines Weges.“ Ich kenne einen Außenposten der Derioner .Dort versorgen sie den Frontabschnitt mit frischen Leuten und Ausrüstung.“ Sagte Archi „Dort werden wir zuschlagen. Alle Beute soll euch gehören die wir machen. Alles Gold und Silber und Ausrüstung.“ Zischte Archi finster. „Und Ihr Sir ? Was wollt Ihr Sir?“ „Ihre Seelen“ grummelte es tief aus ihm heraus. Er gab seinem Pferd die Sporen. Schnell wie der Wind sauste er auf eine feindliche Stellung zu die sie inzwischen erreicht hatten. Kurz vor einem kleinen mit Piken bestückten Wall sprang er vom Pferd und beschwor sogleich seinen Dämon und schickte ihn umgehend auf eine der Soldaten die an einem Wachturm standen. Den zweiten Posten beschäftigte er selbst. Er sammelte seine Energie und ließ viele Blitze vom Himmel herab kommen. Tief verwurzelt mit den Geistern der Erde und verbunden mit der elementaren Kraft des Himmels entluden sich mächtige Lichtbogen. Und zerschmetterten den Feind auf grausame Weise. Die Söldner stürmten nun ebenfalls heran und verrichteten ihr Werk. Eine mörderische Bande. Sie machten vor niemandem halt. Sie alle mussten sterben, weil Archi es so wollte und es gefiel ihm wahrlich was sie vollbracht hatten. Er hatte viele Seelen gesammelt an diesem Tag.
In entfernten Stellungen der valorianischen Truppen konnte man mitbekommen was sich in dem Lager abspielte und schickte Unterstützung, da man davon ausging das es eigene Truppen seinen die dort kämpften. Dort angekommen sah man was geschehen war. Sie hatten viele unbewaffnete und Unschuldige getötet. Und diese Aktion sollte böse Folgen haben für Valorian und für Archi. Denn nicht das es schlimm sei feindliche Anlagen zu zerstören oder Lager zu plündern. Aber eigenmächtig im Blutrausch ohne Gnade Wehrlose zu schlachten, so etwas duldete man nicht in Valorian. Archi wurde aus der Truppe entlassen und musste einige Tage in den Kerker von Keter. Dort hatte er viel Zeit sich wieder zu besinnen. Was auch gut war. Denn die dunkle Macht hatte stark Besitz ergriffen von ihm. Viele Gelehrte wahren bei ihm und Der alte Priester Ogog zusammen Snaffsnaff und Semibo. Sie halfen ihm so gut sie konnten. Er musste lernen es zu kontrollieren. Das Böse in ihm. Das harte Los eines Nekromanten.
Archi ward genesen. Doch ließ er sich selten sehen und verbrachte viel Zeit mit sich und den Lehren seiner Klasse. Das war ihm nun wichtig geworden. Zu lernen. Was ein Gelehrter werden will. Und da er bis auf weiteres keinerlei Dienst mehr verrichten durfte in der Königlichen Arme verdiente er sich zusammen mit Semibo als Erkundertrupp dann und wann ein paar Goldstücke. Nun war er selbst ein FREIBEUTER geworden. Jedenfalls nannte er es so. Wenn man ihn fragte welchen Rang er habe. Semibo machte dies nicht viel aus. In der freien Zeit steckte er seine Nase in viele Bücher und er genoss es auf einem schweren Kriegsbüffel zu reiten und sich so seine Taler zu verdienen. Besonders gefährlich war der Job nicht. Denn man lag ja die meiste Zeit selber auf der Lauer. Immer bereit jederzeit los zureiten. Die einzigen großen Schmerzen kamen höchstens vom ständigen sitzen im Sattel. Ansonsten kam es nur selten zu richtigen Feindkontakten. Und wenn dann entschieden es die beiden meistens für sich. Sie genossen die Zeit als Freibeuter und machten sich nach und nach einen guten Namen. Sie kannten sich bestens in den Gebieten aus. Und wahren immer zur Stelle wenn man sie brauchte. Nach einiger Zeit schlossen den beiden sich noch ein paar Freiwillige an. Einer von ihnen war ein junger Priester namens Ruerig. Immer auf der Suche nach Abenteuern begleitete er sie, wo immer es auch hinging. Sie wurden mit der Zeit eine gute kleine Truppe mit um die 20 tapferen Jungen Helden.
Eines Tages als sie gerade durch Hesed ihre Runden machten traf Archi auf einen jungen Abenteuerer der hier wohl scheinbar seiner Ausbildung nachging aber doch etwas ungeschickt wirkte. Als er Archi erblickte fragte er sehr freundlich ob er ihm wohl helfen könne. Er wolle das „Handwerk“ eines Beschwörers erlernen. Doch ein niemand will ihm helfen. Und welche Aufgaben sich ihm hier bieten habe doch bestimmt nichts mit zaubern zu tun. Archi und Semibo der wieder mit ihm unterwegs war schmunzelten nach den Worten des kleinen. „ „Wie ist euer Name“ fragte Archi. „Mein Name ist Drudru. Und wer seiht Ihr mein Herr?“ „Mein Name ist Archiclinius und das ist mein Kumpan Semibo.“ Beide grüßten freundlich mit einer Handbewegung zum Wort.“Wir grüßen Dich Drudru.“ Der kleine lächelte freundlich. „Wie ich sehe seit ihr wohl auch ein Nekromant wie ich?“ Könnt ihr mich lehren mein Herr? Es fand sich bisher keiner der dies konnte. Wollt ihr mein Meister sein?“ fragte Drudru mit ernster Stimme. Archi lachte laut los.“ Verzeiht ich lache nicht über euch mein Freund nur über eure Frage bin ich erheitert. Denn einen Meister suche ich schon seit ich hierher kam. Doch vergeblich. Und so lehren wir einander die alte Kunst. Wir entdecken sie wieder. Aber sei gewarnt. Es kann böse enden.“ „Ich habe keine Angst vor Geistern lachte Drudru unbeschwert.

Drudru

Sie nahmen Drudru herzlich auf in ihre Reihen und halfen ihm ein wenig durch die Zeit als Rekrut. Denn so wie jeder in der Freibeutertruppe musste sich auch Drudru den Anforderungen Valorians stellen und lernen was ein Soldat werden will , egal welcher Klasse er auch immer angehören mag. Um so erstaunlicher war es für Archi und Semibo, die sich alle Mühe gaben mit ihrem Schützling, das er niemals auch nur den geringsten mucks von sich gab egal wie zeitaufwändig oder Mühsam all die Aufgaben wahren. Drudru beschwerte sich niemals. Er tat es so wie Archiclinius es einst durch gezogen hatte. Es war nicht die Zeit Tränen zu vergießen wenn etwas nicht klappt oder zu zögern wenn man etwas wirklich wollte. Tu es oder melde dich bei den Bogenschützen: sagte Archi einmal lachend zu ihm. Drudru verstand was Archiclinius ihm sagen wollte. Nicht daß es Bogenschützen leichter hätten aber was ein Beschwörer werden will, der muss viele Bücher lesen und viel zuhören können wenn alte Meister wie Ogog über das Chaos und das Universum erzählten. So manchem Schüler rauchte mächtig der Kopf.“ Doch lernt was ihr lernen müsst „ sagte Ogog. Zeit zum Sterben habt ihr noch genug. Und lachte dann immer finster. Der alte machte sich immer wieder einen Spaß daraus die Gesichter zu sehen bei diesem Satz. Aber etwas Wahrheit steckte schon in diesem Scherz und sie wussten es.
Für all solchen Unterricht haben Sie sich in der alten Aula der Burgfestung Keter versammelt und nutzen diesen Raum. Ein großer alter Saal mit Sitzreihen aus schön gearbeitetem Schwarzholz. Schicke Schnitzerei verzierte diese und viele andere Holzmöbel mit lauter Traumgestallten, Bildern von Heldensagen oder Tieren. Ganz vorn vor den Reihen war ein Pult aus Granit. Es hatten schon viele Gelehrte hier in all den Generationen ihr Wissen vermittelt. Drudru besuchte hier jeden Unterricht.
Ahnenkunde war das Hauptthema und Ogog erzählte viel über die Entstehung Iberias , als die Götter ihre Welt schufen. Es wahren nicht nur Nekromanten im Unterricht versammelt Auch viele die einmal Magier oder Priester werden wollten. Einer der Schüler war sehr aufmüpfig zu dem kleinwüchsigen alten Ogog. Und warf ihm scharf an den Kopf das es wohl bei ihm nie zu mehr gereicht habe als ein schnöder Lehrer zu werden. Und alte Geschichten aus der Gruft erzähle. Ogog belächelte diesen erst und sah in die Runde der Schüler. Und erzählte von seinen Tagen in den Schlachten um Soma und wie er einst als junger Held die Welten bereiste. Im Laufe der fortschreitenden Stunden wurde er jedoch des öfteren unterbrochen und gestört in seinen Worten. Es wurde dem Alten dann doch zu viel. Lunearius, so war der Name des Schülers, unterhielt sich sehr angeregt mit seinem Sitznachbarn über irgendwelche Geschichten aus den Kriegsgebieten und tischte mächtig mit all seinen Heldentaten auf, als sei er schon seit Jahren ein Ritter. Der Meister unterbrach das Gespräch sehr forsch und befahl Lun sich zu bewaffnen. „Du hast zehn Sekunden um Dir eine Waffe zu wählen. Blicke hinter Dich. Dort an der Wand findest Du was Du brauchst.“ Und zeigte auf einen schönen alten hölzernen Rutenhalter an der dort angebracht war. .“Bewaffne Dich“ befahl Ogog erneut und wurde langsam lauter in der Stimme bei jedem erneuten Auffordern des Schülers. Lunearius wusste nicht wie er sich verhalten sollte. Verwirrt sah er Ogog an. Allerdings hatte sich sein lachen stark verzogen als er in das Gesicht des Alten sah. --- Sekunden der stille im Raum. Absolute Ruhe. Lunearius stand neben seiner Sitzreihe auf der er eben gesessen hatte und schaute immer noch verwirrt dem Meister ins Gesicht. Der Alte brüllte aus vollem Halse:“ BEWAFFNE DICH DU TÖRICHTER NARR“ und um ihn herum fing es an violett zu schimmern immer stärker und stärker. Er schrie ihn noch einmal mit voller Inbrunst an wobei der Raum in dem sie sich befanden zu zittern begann und Putz von den alten Mauern ab platzte. Einige Teile der hölzernen Deckenverkleidung kam herunter und schlug zwei Schülern auf den Kopf. Die Angst ging um. Man sah es in den Gesichtern. Lunearius rannte wie gestochen zu den Ruten. Gerade in dem Moment wo er zupacken wollte brüllte der alte kleine Ogog ihm entgegen.“ICH LEHRE DICH RESPEKT ICH LEHRE DICH WAS ES HEISST SEINEN LEHRER ZU VERSPOTTEN“……dann mit leiser böser Stimme … fast ein Flüstern… „ Ich lehre Dich was es heißt das Chaos zu beherrschen“. Dann war es wie in Zeitlupe. Alles lief so ab wie der Alte es wollte. Eine gewaltige Menge an Energie wurde freigesetzt .In einer schier unglaublichen Entladung die grünlich schwarz leuchtete wurde Lunearius gegen die Wand geschleudert. Ogog sah ihn an und sagte:“ Nicht bereit du bist alles andere als bereit. Geh und melde Dich bei Gripan. Komm wieder wenn du bereit bist“.“ Aber, aber ich bin bereit“ stotterte Lun. Ogog grinste innerlich, sah ihn noch einmal an und setzte zum Abschluss noch einen drauf und verwandelte Lunearius in ein Eichhörnchen und wiederholte sich zum gefallen und Gelächter der Klasse und sagte:“Nicht bereit.“ Und fing selbst an zu lachen.“Setz Dich und höre was ich lehre“ gab er aber dann noch mit erster Stimme von sich. Drudru hatte das alles mit sehr viel Augenmerk verfolgt und war beeindruckt von dieser Vorstellung. Über die er mit Archi noch lange bis tief in die Nacht angeregt sprach. Er wolle alles wissen über das Chaos. Doch Archiclinius lehnte vorerst ab und sagte das es noch viel zeit habe und er die Chaospriester und ihre dunklen Lakaien noch früh genug treffen würde. Denn auch wenn sie Priester sind solltest du dich niemals in ihnen täuschen und sie niemals unterschätzen. Sie haben die Macht über Leben und Tod . Sei auf der Hut.
Die Tage gingen ins Land und jeder für sich ging seinen Aufgaben nach. Archi hatte allerhand vorzubereiten. Denn heute ist ein großer Tag für Drudru. Er war nun kein Rekrut mehr. Das Oberkommando des Heeres Valorian hatte ihn befördert. Zum Soldaten zweiten Ranges. Denn Drudru hatte in letzter Zeit mehr als einmal Tapferkeit bewiesen. Ihm wurde eine kleine Truppe unterstellt mit der er nun für den Schutz der heimischen Gebiete verantwortlich war. Zwar konnte man ja nicht überall gleichzeitig sein aber sie taten wie ihnen befohlen und taten ihren Dienst mit Stolz wobei sie allerdings nebenbei ihre eigene Ausbildung nicht außer acht lassen durften. Die Zeiten wurden anstrengender und Drudru dachte an die gute Zeit als Rekrut. Da brauchte man sich keinen Kopf zu machen. Doch mit erhobenem Haupte führte er seine kleine Einheit an.
Am Abend nach dem Dienst ließ Archi den jungen Drudru zu sich rufen. Archi und Semibo hatten sich eine Überraschung ausgedacht für Drudru. Da er nun ein Soldat ist braucht er natürlich auch eine angemessene Rüstung und eine richtige Rute. Die beiden hatten einiges an Gold zusammen bekommen. Ein paar der anderen Freibeuter gaben auch ihren Anteil dazu. Archi und Semibo klapperten jeden Händler und alle Schmiede ab. Hier und dort feilschten sie um die Preise und fanden schließlich alles was sie gesucht hatten. Und trafen sich auf dem steinernen alten Marktplatz in der Mitte der Keterzitadelle. Einige Freibeuter hatten sich dazugetan um diesen Augenblick mit zu feiern.
„Guten Abend Meister“ gab Drudru freundlich von sich und lächelte wie er es immer tat wenn es ihm gut ging. Ich glaube er wusste schon damals was ihn erwartete. Doch er war zu anständig um nach Ausrüstung zu fragen. Zu stolz war sein Herz. Er hätte nie um etwas gebettelt. Umso größer war seine Freude als Archi, Semibo und all die anderen mit ihm gemeinsam am auf dem Markt hockten und Archi zu ihm sprach:“ Trage diese Rüstung mein Freund …..trage sie mit stolz denn du hast sie dir wahrlich verdient. Vergesse nie den Tag an dem du ein Soldat Valorians wurdest. Vergesse nie was Valorian für Dich tat. Sei ein aufrechter Soldat, gehe steht`s mit erhobenem Haupte in die Schlacht und dein Feind wird vor Dir weichen. Zeige nie Angst doch habe Respekt vor deinem Gegner und du wirst ihn besiegen.“ Archi holte tief Luft und sah Drudru lange an. Aus dem kleinen herzlichen Drudru ist ein echter Beschwörer geworden. Der Weg war noch lang um ein Meister zu werden aber Archi war sich sicher das er es eines Tages schaffen würde. „Drudru mein lieber“ sprach dann Semibo zu ihm. „Ich habe hier noch etwas für Dich.“ Drudru der gerade dabei war die neue Rüstung anzulegen, sah ihn mit großen fragenden Augen an. Semibo gab ihn ein gut verschnürtes Paket in die Hand. „Für mich „?? Das ist alles für mich „??? Du hast es dir verdient gab auch Semibo von sich. Drudru bedanke sich auf seine Weise und kniete vor den beiden. „lass das ich mag das nicht“ sagte er zu Drudru „ Niemand ist es wert das man sich für ihn in den Dreck wirft. Und ich bin nicht vom Adel. Wir sind Freibeuter.“ „ Und nun pack schon aus“ drängelte Archi ihn an. Natürlich wusste er was in dem Paket von Semibo drin ist aber Archi liebte es in ein glückliches Gesicht zu sehen. Und Drudru strahlte wie ein Orsiris, als er die Rute auspackte. „ WOOOOOOWWW“ … mehr kam bei ihm nicht heraus. Ihm liefen ein zwei Tränen die Wange herab. Archi und Semi hatten beim Schmied eine nagelneue Rute bauen lassen. MODEL SEPIRA natürlich . Auch wenn Archi wusste das Drudru schon immer von Drachenknochenruten schwärmte. Allerdings sind die nicht so erschwinglich wie eine einheimische Zauberrute. Und Drudru war so begeistert und aufgeregt zu gleich das ihm ein finsteres Grinsen ins Gesicht schoss. Seine Gedanken fielen sogleich auf ein paar Morays die vor dem Dorf Lonbayle auf einer alten Pferdewiese hausten. Eigentlich sehr friedliche Wesen mussten sie sich wohl oder übel dem Zwang von Drudru beugen. Und obwohl er einige hundert Meter weit entfernt vom Dorf auf der Wiese umherlief und diese armen Geschöpfe sichtlich quälte, hörte man es immer wieder:“ WUUUHUUU“ Überglücklich saß Drudru danach mit den andren noch lang am Feuer und genossen die laue Nacht. Sie hatten sich alle ins Dorf begeben und dort noch ein wenig zu feiern.

Viel Zeit wart vergangen in der sie alle Gemeinsam auf die Schlachtfelder zogen und sich mit den Derionern schlugen. Archis wilde Horde wie einige sie scherzhaft nannten machte fette Beute wo immer es auch ging. Am liebsten da wo es am meisten brannte. Zwar ist es umso gefährlicher aber auch sehr viel reizvoller. Und je stärker der Gegner umso respektvoller wird man behandelt wenn man ihn zur Strecke bringt. Archiclinius und Semibo verstanden ihr Handwerk gut. Gemeinsam mit ihrer Truppe machen sie so manchen Einheiten der Derioner den Garaus. Gnadenlos und manches Mal vielleicht auch grausam. Aber so war der Krieg. ----Wer zögert der fällt.---
Drudru muss es eines Tages auf diese Art erwischt haben. Weil er zögerte. Weil er vielleicht zu herzlich war. Weil es vielleicht nicht sein Krieg war. Drudru kehrte von einer der Schlachten um Ardir nicht zurück. Archiclinus wachte drei volle Tage und Nächte in Keter um auf ihn zu warten. Schon manch einer war durch die Kriegswirren verloren gegangen. Desertiert, erschlagen im Kampf oder manches Mal liefen verwirrte Soldaten tagelang umher. Ohne zu wissen wo sie überhaupt sind. Solch Verwirrte wurden oft Opfer von Mördern und Halsabschneidern oder Lumpensammlern die nach großen Schlachten die Gebiete plünderten und wehrlose mordeten um sie zu berauben. Drudru verschwand auf diese Weise aus seinem noch jungen Leben. Und wie sehr Archiclinius sich auch bemühte ihn zu suchen und zu finden, schwand die Hoffnung. Selbst der Hohe Rat Iberias konnte Archi nur mit tröstenden Worten beistehen. Und Meister Ogog`s Worte selbst hatten kaum Einfluss auf Archi.`s Befinden. „Wisse mein Freund.“ Murmelte der alte zu ihm." dein freund mag verschwunden sein aus unserer welt doch er ist wohl noch immer in unserer Dimension. Wohl möglich werdet ihr euch einesTages wieder sehen. Du wirst ihn dann vielleicht nicht erkennen weil er in anderer Form neu in diese Weltt geboren wird doch sei gewiss . Nichts ist verloren." Er trauerte eine lange Zeit um seinen treuen Freund. Niemand hat Drudru je wieder gesehen. Für immer in der Dimension des Chaos verschluckt. – Viel Tränen für einen Freund—


DER UNBEKANNTE DRITTE

Eine finstere Zeit brach an. Und Archi hatte sich sehr verändert. Zwar war er immer noch der freundliche und hilfsbereite, doch in ihm wuchs mit zunehmender Geschwindigkeit Hass. Gegen alles und jeden, der auch nur ein paar Sätze falsch aussprach oder sich brüstender weise, im verhalten wie ein toller Gockel benahm. Er fing an sie alle zu hassen. Bis auf seine alten Freunde ließ er so gut wie niemanden an sich heran. Er war viel allein unterwegs und arbeitete an sich. Einzig Semibo war so fern er abkömmlich war an seiner Seite. Aber auch mit ihm sprach er nicht viel. Nur an manchen Abenden konnte Archi sich entspannen und mal über seinen Schatten springen um sich gedanklich und redetechnisch zu äußern. Semibo verstand ihn aber auch wortlos. Denn sie kannten sich schon eine Ewigkeit. Archi ließ sich auch nicht viel in Keter sehen. Es sei ein Zirkus, eine Modenschau in seinen Augen sagte er einmal. Es war ihm zu wider. Doch sobald zu den Waffen gerufen wurde war er steht`s zur Stelle. Und füllte mit seinen Freibeutern alle Lücken in den Frontabschnitten die es zu besetzen galt. Dann und wann übernahmen sie auch wieder Aufträge als Söldner. Was Archi nicht immer besonders gut gefiel aber es war zum Wohle Valorians. Denn Archi hatte dem König ewige Treue geschworen. Und er besaß mehr Ehre als das ganze Derionische Heer zusammen. An manchen Tagen wenn er in die Schlacht zog war es schon zu finsteren Auseinandersetzungen gekommen. Er hatte keinerlei Respekt mehr gegenüber dem Feinde. Und griff sogar sehr viel höher im Rang stehende Ritter an. Ohne Angst in den Augen. Sein Hass trieb in an. Manche Tage machten sie regelrecht Jagd auf Derioner und suchten viele Gebiete auf. Sie wagten sich tief ins feindliche Land hinein. Und metzelten jeden nieder der das derionische Hoheitswappen auf seiner Rüstung trug. So manch einer ergriff die Flucht sobald er ein paar Freibeuter sah. Denn allen vorweg kamen Archi und Semibo. Und sich gegen eine Horde die von zwei Beschwörern angeführt wird, gefolgt von einer Reihe Bogenschützen zu verteidigen könnte mit dem Tod enden.“ Kompromisslos und Böse . Keine Gnade mit den Derionern. Das ist es was einen Freibeuter ausmacht.“
Es gab so manchen Neuling der sich ihnen anschloss um auch ein Freibeuter zu werden. Doch da sich Archi und Semibo nicht mit goldenen Federn schmückten und sie auf alle Titel die man so haben kann gerne verzichteten und ohne hin mit dem Adelspack nix am Hut hatten, blieb ihre Truppe über all die Zeit recht klein, da viele nach der Zeit als Rekrut seine Truppe verließen. „Doch wahre Größe trägt man in sich“ sagte Archi.“ Schaut auf die vergangene Zeit wir haben viel erreicht. Man spricht unsere Namen in einem guten Leumund.“ Und so war es. Es gab über diese Jungs eigentlich nichts Schlechtes zu berichten. Einzig das Benehmen Archicliniuses war manchmal etwas merkwürdig. Sein Verhalten und sein Wort wahren Tadellos, doch so mancher lautgedachter Gedanke stieß auf Missverständnis. Was ihn persönlich aber völlig kalt ließ. „Archi ist halt Archi“ sagte Snaffsnaff immer wenn man sie auf ihn ansprach und lachte dann immer entzückt. Sie liebte ihn über alles. Auch wenn es schwer war zu ihm durchzudringen wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte. Wie zum Beispiel seine Nächtlichen Rituale auf dem alten Friedhof. Sie knurrte dann immer. Wo von er sich aber in keinster Weise abbringen ließ.“ Es ist das Leben was ich führe“ sagte er zu ihr. „Du kennst mich so vom ersten Tag an. Wenn auch ich den alten Pfad verlasse den ein Beschwörer zu gehen hat, dann wird es eines Tages keinen mehr geben der die alten Schriften lesen kann. Die Götter haben es so gewollt als ich durch die Nebel reiste. Ohne Erkenntnis meiner Berufung hätten wir uns niemals getroffen“.
Tage später….. an einem sonnigen morgen.. und es war noch früh.
Archiclinius saß wie so oft an seinem Lieblingsplatz im Dorfe und sah sich neue Neulinge an und erinnerte sich an seine Zeit. Es hatte sich viel verändert. Beide Seiten hatten sich so stark gerüstet daß man mittlerweile alles und jeden mit in die Schlacht nahm. Egal wie gut der einzelne Soldat war und egal wie er auch immer bewaffnet sei. Man warf alles in die Schlachten. So verkürzte sich die Grundausbildung um ein vielfaches. Was neue Probleme mit sich brachten. Denn was nutzt einem schon eine Große Arme aus Neulingen, wenn diese innerhalb weniger Minuten vernichtet wird. Und ehrlos ist es dazu noch für einen echten Ritter sich an schlechtgerüstetem Pöbel zu vergreifen, die man auf Derionischer Seite als „Soldaten“ betrachtete. Allerdings sind solche Zielgruppen perfekt für so einen Haufen wie Archi und Semibo ihn anführten. Denn auch wenn ihre Truppe klein war, hatten die Sie meist gute Karten. Was Disziplin und Taktisches Verständnis betraf wahren die beiden nur schwer zu übertreffen. Und für eine Hand voll Gold übernahmen die Freibeuter gerne die „Drecksarbeit“. Gold stinkt nicht. Fürst Divus selbst der Anführer der BloodRavens, zahlte nur zu gerne etwas mehr für schnelle zuverlässige Abwicklungen von Aufträgen. Er und Archi trafen sich des Öfteren zu später Stunde. Divus hatte viele Augen und Ohren in Valorian und so wusste er immer wo Archi zu finden sein mochte. Manches Mal schickte er aber auch „Lee“. Einen seiner Bogenschützen der Archi ebenfalls recht gut kannte und mit ihm auskam. Archi und er vertrauten einander. Sein Wort war immer das Wort des Divus. Darauf konnte Archiclinius sich verlassen. Und manches Mal begleitete Lee den kleinen Trupp wenn sie wieder einmal die Gebiete infiltrierten um einen Auftrag zu erfüllen.
An einem Abend als sie aufbrachen um sich Kopfgeld zu verdienen und unweit des Arianrodtors ankamen überkam Semibo ein ungutes Gefühl als er in Richtung Derion blickte. Er sagte nichts und sie gingen weiter ins Inland. Doch das Gefühl wurde stärker und er meinte leise zu den anderen, welches es acht an der Zahl wahren das er glaubt sie würden beobachtet. Und das schon eine ganze Weile lang. Sie schlugen einen anderen Weg ein um eventuelle Verfolger abzuschütteln. Doch Semibos Gefühl wurde beklemmender. Mit jeder Minute. Dann plötzlich fing Lee an zu feuern. Und wurde ebenfalls nervös und sah sich in alle Richtungen um und schoss dann hier und da ein paar Bolzen ins Nichts.“ Was ist los“ fragte Ruerig der Priester. Und ging in Deckung hinter einem moderigen alten Baumstamm der quer am Wegesrand lag. „Schattenläufer“ flüsterte Lee.“ Wir müssen hier schnellstens weg. Los kommt zurück Richtung Tor. Und haltet die Augen offen. Wenn die Verstärkung holen sind wir Futter. Es müssen Späher sein sonst hätten sie uns angegriffen. Aber die Gelegenheit sollten wir ihnen nicht bieten. Sie machten sich rasch auf das Arianrodtor zu erreichen hinter welchen sie erst einmal Schutz suchten. „Lee, macht euch auf nach Keter und berichtet eurem Fürsten“ wir suchen derweil einen anderen Weg. Ich muß wissen ob man uns erwartet hat. Wenn ja, so gibt es einen Maulwurf in Valorian der von all dem hier weis. Und ich muß wissen wer es ist. Wenn ihr in Keter ankommt so bitte ich euch sucht Horasa auf und schickt ihn zu mir. Sagt nur daß ich ihn hier erwarte. Und sprecht mit niemandem sonst.“ Sagte Archi zu ihm.“ Ich eile“ antwortete Lee und machte sich auf. Archi unterhielt sich mit den Torwächtern und gab zu verstehen daß auch sie zu Verschwiegenheit verdonnert sind. Bevor auch nur irgend jemand etwas Unüberlegtes tut. Oder darüber redet. „ai Sir“ gab der Wachhabende von sich und unterwies auch den Rest der Wächter die auf dem Tor posten bezogen hatten. Semibo und der Rest der Truppe machten es sich im kleinen Lager der Torwächter gemütlich und warteten ab was nun passieren sollte.
Eine volle Stunde war vergangen als Archi einen Schatten vernahm. Und nur einen Augenblick später einen Hauch in seinem Nacken spürte. Im gruselte es für eine Sekunde doch er wusste wer da hinter ihm stand. Horasa. Sein Späher. Archi vertraute ihm blind. Horasa blieb im Schatten stehen um keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen. Sie sahen sich nicht an. Archi sprach leise zu ihm über das was geschehen war und gab Horasa den Befehl sich nach Markut aufzumachen. In die Höhle des Löwen um Vorort einige Erkundungen zu machen und unterwegs dorthin sich die Gegend genau anzuschauen. Ferner übergab er ihm den Befehl sich auch um die Kopfgeldsache zu kümmern. Ein gewisser Bogenschütze namens Percival Cox ist das Ziel. Er sei Offizier eines großen Clans in Derion. „Ihr könnt euch voll auf mich verlassen.“ Flüsterte Horasa. So unscheinbar wie er gekommen war verschwand Horasa im Schutz des Schattens.
Schnellen Fußes und immer in der Schattenform durchquerte er die Lande Derions. Jene Verfolger die Archis Trupp aufgelauert hatten, belächelte er nur milde. Blutige Anfänger. Wortwörtlich. Horasa hielt sich mit diesen Armseeligen Gestallten nicht lange auf. Als sie ihn vernahmen war es schon zu spät. Sie hatten sich zwar recht gut im verborgenem gehalten. Doch was ein Schattenläufer aus macht, der weis genau wo man suchen muß. Jedenfalls wenn es sich um einfache Späher handelt. Horasa war ihnen weit überlegen was Fertigkeit und Ausrüstung betraf. Er suchte sich eine gute Ausgangsposition von der er seinen Angriff startete. Er holte tief Luft und sprintete dann so schnell er konnte auf die drei zu. Ihn jenem Moment als sie ihn erblickten machte er einen Schattenschritt mitten in die drei hinein und schlug den ersten mit einem kräftigen Schlag zu Boden. Stark benommen wart dieser erst einmal außer Gefecht gesetzt. Den zweiten machte er mit einer seiner Klingen bekannt die in Gift getaucht war und rammte diese von oben herab tief in den Hals. Dieser Schrie übelst auf als ihn der Dolch erwischte. Horasa ließ die Klinge stecken und drehte sie ein paar Mal hin und her. Blut schoss aus dem Hals und lief aus seinem Mund. Seine Lunge füllte sich rasch mit dem roten Saft des Lebens. So kam zu der Vergiftung und dem Schmerz der Klinge ein grausames Gefühl des Erstickens. Man ertrinkt an seinem eigenen Blut. Den dritten schlug er so heftig vor den Kopf das dieser wohl auf der Stelle Tod war. Nun nahm sich Horasa den ersten weiter vor. Er trat ihn direkt vor den Bauch so das dieser ein zwei Meter nach hinten katapultiert wurde. In jenem Moment wo Horasa auf in zustürmte um den ganzen ein Ende zu bereiten konnte sich der Derioner noch mit einer Hand voll Sand die er Horasa in die Augen warf aus seiner misslichen Lage befreien. Horasa brüllte vor Zorn über diesen dummen Fehler sich blenden zu lassen und fuchtelte mit seinen Schwertern wild um sich, in der Hoffnung ihn zu erwischen. Sein Gegner jedoch suchte flux das weite und versuchte zu endkommen. Stark angeschlagen hatte er nicht genug Power um sich in den Schatten zu stellen. Horasa der ein wenig seine Augen wieder aufbekam sah ihn. Er legte seine kleine Armbrust an und schoss auf den Feind. Er verfehlte sein Ziel nur knapp und legte nach. Dieses Mal traf er. Sein zweiter Bolzen riss den Derionischen Späher zu Boden. Horasa lief zu ihm und beendete das Ganze. Ein kurzer dreh im Halsbereich gefolgt von einem leichten Knacken und der Deri hatte ausgehaucht. Horasa steckte dem Toten einen Zettel in die obere Tasche seiner leichten Lederrüstung. “Liebesgrüße aus Valorian“ stand darauf geschrieben. Er setzte seinen Weg Richtung Markut fort. Immer im Schatten und mit höchster Eile. Denn irgendetwas stimmte nicht mit einem der Späher die er erlegt hatte. Horasa war sich sicher sein Gesicht schon einmal in Keter gesehen zu haben. Nur fragte er sich wann und mit wem.
Semibo führte derweil den kleinen Trupp zurück nach Keter. Archi hingegen verließ die Gruppe und machte sich auf die Grenzen des Landes zu erkunden, um mögliche Schlupflöcher ausfindig zu machen. Es gab so einige Ecken wo es durchaus möglich war unbemerkt von beiden Seiten je nach Bedarf einzudringen. Er fand einen Weg der quer durch das staubig felsige Ardir bis weit ins Hinterland reichte auf dem man fast unbemerkt bis Dragonrod reisen konnte. Um sich etwas zu tarnen hatte er sich von einem fahrendem Händler einfache Derionische Kleidung besorgt. Jedoch musste er den weiteren direkten Kontakt tunlichst vermeiden. Da es bis Markut von hier aus nicht all zu weit war und selbst so ein einfacher Händler oder Bauer in den Gegenden konnte Lunte riechen und es den Örtlichen Soldaten melden. Archi hatte erst einmal genug gesehen und schmiedete auf dem Rückweg schon eifrig Pläne. In seinen Gedanken stellte er sich den Einmarsch Valorians in die Hauptstadt Markut vor. Es durchzuckte ihn freudig bei diesem Gedanken. Jedoch sollte noch viel Zeit vergehen bis es einmal zu der „Operation Markut“ kommen sollte. Und erst mal musste der Maulwurf ausfindig gemacht werden. Es war kein Zufall daß man sie quasi „erwartet“ hatte. Sein Tun und Handeln hatte sich bereits unter den Derionern herum gesprochen. Und man war dabei ihn mit Argusaugen zu überwachen. Bis zu diesem Tage hatte man ihn und seine Leute schon lange auf der schwarzen Liste. Ohne daß jemand Wind von der Sache bekam. Derion sollte man nicht unterschätzen. Denn jeder führt auf seine Weise Krieg. Archi war gewarnt und nach einem Gespräch mit Horasa am nächsten Tag legten sie was die Infiltration betraf eine Pause ein. Alles weitere planten Semibo und Archi durchweg allein ohne jemanden einzuweihen. Nicht einmal Fürst Divus dem Archi eigentlich vertraute erfuhr auch nur ein Wort. Er ließ ihm lediglich verlauten daß er momentan keinerlei Zeit für neue Aufträge habe. Und auch die Kopfgeldaktion auf Percival bis weilen keinen Erfolg gehabt habe. Er aber weiterhin an der Sache dran sei. Fürst Divus sprach gut zu ihm und meinte er solle sich vorweg um eigene Dinge kümmern. Auch er machte sich Gedanken über den Vorfall am Arianrodtor von dem Lee ihm berichtet hatte. Spione gab es ja immer. Allerdings hatten sich so einige nie sonderlich beflissen verhalten und ihr da sein oft selbst verraten. Dieser Maulwurf war bis dato perfekt in dem was er tat. Und Archi dachte sich dazu das dieser jemand sich auch wohl nie selbst die Hände schmutzig machen würde. Die Wände haben Ohren. Und ein jeder konnte es sein. Jeder hat seinen Preis. ..fast jeder… -.- Archi grübelte einige Tage über diese Situation und befahl seinen Männern äußerste Vorsicht wenn sie in den Gebieten unterwegs sind. Er ahnte Rache für all die toten Derioner die sie hinterlistig gemordet hatten. Horasa bekam den Befehl weiterhin in Derion sein Unwesen zu treiben. Und des Öfteren, sofern es die Zustände erlaubten dann und wann sich in Markut auf die Lauer zu legen. Ansonsten wurde alles weitere verschwiegen. Archi und Semibo gingen ihrem Tagwerk nach und bewegten sich fort an ständig in aller Öffentlichkeit um ihrem Maulwurf eine gute Sicht zu liefern und boten ihm ein falsches Spiel. In der Hoffnung das er ihnen ins Netz geht. Aber auch von diesem Projekt ließ sich der Maulwurf in keinster Weise beeindrucken. Er war Archi immer ein Stück weit voraus. Denn er kannte jeden seiner Schritte. Und wenn man es genau betrachtet gingen sie sogar ein Stück weit den Selben Weg. Doch wer auch immer mit zwei Gesichtern lebte, schwor sich Archi, er würde ihn zur Strecke bringen.


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UPDATE 1/3

Das Tor der Dimensionen
Lau war der Morgen über Valorian. Es hatte die ganze Nacht geregnet und die aufgehende Sonne tauchte die Landschaft in ein unglaubliches schillerndes Ambiente. Alles glitzerte und glänzte so wundervoll das Archi der Atem stockte als er ins Freie ging um die Sonne zu genießen. Dieser Moment war so erfüllend für Ihn, weil er so sehr mit seinen Lehren und dem Krieg zu tun hatte daß man solche Augenblicke oft übersah. Wie schön und herrlich die Natur doch sein konnte.
Archiclinius setzte sich auf einen großen Stein der des Weges in der Nähe des Dorfes lag. Ein paar Morays tummelten sich ebenfalls friedlich gesonnen in seiner Nähe in der Morgensonne und ließen sich in keinster Weise von Ihm stören. Sie fühlten daß er sie nicht angreifen würde und daß er zutiefst friedlich war. Ein paar kleine Spatzen tranken aus den Pfützen die sich angesammelt hatten über Nacht oder sie badeten in Diesen und hatten scheinbar ihre Freude daran. Sichtlich entspannt genoss Archi diesen Morgen mit aller Ruhe. Archi wohnte noch immer im alten Dorf, welches ihm nicht besser gefallen konnte. Außerdem sah er so Snaffsnaff jeden Morgen die ihren Dienst noch immer für den Nachwuchs verrichtete. Und somit auch viel im Dorf zu tun hatte. Jeden Morgen wenn er sie sah war es als wäre es das erste mahl. Niemals wolle er von ihr gehen. Er hatte sie tief in sein Herz geschlossen und sie ihn. Auch an diesem Tag suchte sie ihn auf um ihm zu sehen bevor der Tag begann. Sie klopfte an die alte knarzige Tür die den Weg in sein Labor versperrte, welches er sich in einer alten Gruft eingerichtet hatte. Diese lag etwas außerhalb des Dorfes. Und war schon lange Zeit mit viel Moos und Efeu überwuchert und für hastige Augen nicht gleich sichtbar. Sie klopfte noch einmal doch wieder blieb es still. Ein leichtes knurren gab sie von sich und mit einem leichten enttäuschen im Gesicht. Doch sie wusste wo sie ihn finden konnte und machte sich auf ihn zu suchen. Etwas Zeit hatte sie noch. Sie fand ihn schließ dort sitzend in der Sonne und gesellte sich zu ihm und lehnte sich an ihm an. Er nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. Sie lächelte und ihre großen Augen leuchteten ihm entgegen. Jene Momente wie diese würde er niemals vergessen wollen, denn das macht das Leben erst wertvoll.
„Hey hey schneller hüüü schneller yeaaaa.“ Hörte man Semibo plötzlich aus der Ferne. Er hatte die beiden schon vom Weiten gesehen und hielt auf sie zu.“ Guten Morgen ihr beiden“ lachte Semibo.“ Schau Archi ich habe ein neues Caribu.“ Semibo hatte für sehr viel Gold eines erstanden. Ein kauziger Fee aus Mihur der dann und wann Herrn Bab besuchte bot diese Tiere feil. Dieses Tier war ein Prachtexemplar von der besten Sorte. Sein weißes Fell glänzte in der Sonne.“ Es ist unglaublich schnell. Ich denke damit würde ich sogar deinen alten Gaul abhängen“ sagte Semibo. Er grinste ihn fröhlich an, stieg ab und setzte sich zu den beiden. Auch er hatte diesen wunderschönen Tag früh begonnen. „ Meister Ogog sucht euch“ sagte Semibo zu Archiclinius. Er will mit dir „Die Nebel“ studieren wie er sagte.“ „ Das ist gut … endlich nach so langer Zeit“ gab Archi von sich. „ Zu wissen welches Geheimnis sich hinter den Nebeln verbarg ist mein größter Wunsch seit langem. Der alte ist mir immer wieder ausgewichen wenn ich ihn fragte. Doch ich bekam stets die Antwort das ich noch nicht so weit seih um es zu verstehen.“ „ Nun mein Freund Du musst wissen das der alte schon knapp zweihundertdreisig Jahre alt ist. Und Du glaubst doch nicht allen Ernstes das Du das alles was er weis an einem Tag lernen kannst.“ Und lachte laut, obwohl Archi das nicht allzu gerne mochte. Doch Semibo war sein bester Freund. Und er wusste wie er es meinte. Die kleine Snaffsnaff verabschiedete sich von den beiden wünschte ihnen einen ruhigen Tag, knuddelte Archi noch einmal und machte sich auf ins Dorf wo die neuen kleinen Priester bereits angetreten waren um mit dem praktischen Unterricht zu beginnen.
Archi und Semibo machten sich auf Ogog zu besuchen. Der alte kleine Ogog bewohnte ein kleines Haus in Horusdorf. Horsudorf bestand aus ein paar kleinen steinernen Häusern die mit Roten Schiefer gedeckt waren. Dazu kam eine alte Schmiede und ein eine kleine Kirche. Und natürlich ein kleines gemütliches Wirtshaus. Dort hatte er die meiste Zeit seine Ruhe und konnte so ungestört in all seinen Büchern wälzen die sich in all der Zeit angesammelt hatte. Sein Wissen war so unglaublich groß daß man schon so manches Mal dachte daß er der Leibhaftige sein musste. Doch es gab noch andere wie ihn. Einige Kollegen seiner Kaste hatten noch so viel mehr Wissen und Weisheit daß ein Niemand sie bezwingen konnte. Ihre Macht war ungeheuerlich. Vertieft in all seine Skripte vernahm Ogog die beiden nicht als sie sein Haus betraten und nach ihm riefen. Er murmelte wirres Zeug und er sah aus als hätte er ein Gespenst gesehen. Aschfahl war sein Gesicht. Und er war völlig hektisch. So, hatte ihn Archi noch niemals erlebt. Als er die beiden erblickte, begrüßte er sie hastig, bot ihnen einen Schluck Tee an der in einer eisernen Kanne über einem kleinem Feuer in der Kaminecke am köcheln war. Ogog`s Haus war, wie es für einen Fee üblich mit vielen Möbeln aus Wurzelholz eingerichtet worden. Einzig der große Tisch an dem er arbeitete war aus schwarzer Mooreiche. Es fanden sich hier zahlreiche Gegenstände aus ganz Iberia wieder. Viel Schnickschnack und Sammlerwaffen. Und vor allem Bücher. Jede Menge Bücher stapelten sich in allen Ecken des Kleinen Hauses. Oder füllten Regale. In einer Ecke hatte Ogog sich einen Kamin bauen lassen und eine kleine Kochecke dazu. Gegenüber konnte man in einer gemütlichen Runde beisammen sitzen. Knochige alte Stühle boten einen herrlichen Platz. Fast nicht zu bemerken sah Semibo einen kleinen Gremlin in einer der Regale sitzen. Der sich aber nicht bewegen zu schien. Als Semibo einen Schritt auf ihn zu machte, knurrte der Winzling im Regal. Und machte nebst noch merkwürdige Geräusche die sich wie ein:“wäää bäää“ anhörten und grabschte nach Semibos Kopf und spuckte ihm auf sein Gewannt. „ Lass unseren Besuch in Frieden Belsebub“ sagte Ogog zu dem Gremlin und machte eine Handbewegung so das sich der kleine hinter einen Schrank verzog aber noch mit einem Auge über die Kannte spähte und sie alle drei genau beobachtete. Gremlins sind sehr neugierig. Ogog hatte den kleinen vor langer Zeit einmal auf seinen Reisen durch Iberia halb verhungert in Mosalien gefunden. Er hatte ihn mitgenommen und gesund gepflegt. Der Winzling blieb seit jenem Tage bei dem Alten. Und er war mal gar kein so schlechter Wachhund. An einem Tage hatte er schon einen Landstreicher verscheucht, der sich Zutritt zu Ogog`s Heim verschafft hatte um wohl nach Nahrungsmitteln zu suchen. Der Gremlin hatte sich im Nacken des Einbrechers festgekrallt und biss ihm immer wieder in die Ohren. So das der Landstreicher mit endsetzen und in Panik aus dem Dorfe lief.
„Meister Ogog“ sprach Archi.“ Ihr wolltet mich sprechen? Wir wollen nun endlich die Nebel studieren? Aber wenn ich euer Gesicht sehe frage ich mich was euch plagt alter Freund“ sagte Archi.“ Ich hatte einen bösen Traum und kann ihn nicht deuten. Ich weis nicht weiter. Ich grüble schon die letzen drei Tage und Nächte ohne Schlaf. Zu dem hat doch dieser Hohlkopf von Dorfschmied eine meiner Zauberruten versaut. Dieser Unhold“ brüllte der Alte.“ Ich wollte neue Griffstücke einarbeiten lassen und neue stählerne Beschläge am Kopfende damit ich Notfalls auch zuschlagen kann. Doch dann…… QWAAAAAAA . Ich könnte ausrasten dieser törichte Dummkopf. Ein Vermögen hat mich das gekostet und ihn wird es den Kopf kosten“ fluchte der kleine alte Fee. „Aber nun gut ich will ihm keinen Vorwurf machen. Er arbeitet schon Jahre lang für uns und hat schon viele großartige Waffen gebaut und auch ich mache trotz meines Alters Fehler. Und nun zu Euch. Die Nebel hääää ??“ fragte Ogog . „ Das möchtet ihr wohl gerne wissen hääää? Die Nebel werden wir niemals ganz verstehen. In den Nebeln gibt es keine Zeit. An diesem Ort treffen sich alle Dimensionen aller Welten. Es ist wohl ungewiss an welchen Ort man an kommt wenn man nicht weis wie man sich in den Nebeln zu recht finden soll. Nur die wenigsten Großmeister wissen es. Und ich bin einer von ihnen. Deine damalige Reise durch die Nebel war der Wille der Götter. Nur deshalb lebst du noch. Ebenso bei dir lieber Semibo. Aus den Nebeln heraus entstanden einst alle Welten und Gottheiten die es gibt. Das bedeutet daß es noch eine größere Macht gibt als die Götter die wir kennen. Alles was wir sehen, sind immer neu entstehende Welten die sich im Strudel der Zeit neu bilden. Welten, Königreiche und Helden gab es schon so unendlich viele das du es nicht glauben würdest. Es gibt Wächter über all diese Zeiten und Welten. Die ein Gleichgewicht schaffen welches das Universum und alle Dimensionen unter das Physische Gesetz der Zeit bringen. Die Zeit wie wir sie als natürlich kennen ist eine Magische Blase die nur für einen Moment existiert. Was wir als Jahr oder Jahrhundert empfinden ist in Wirklichkeit nur ein kurzer Augenblick für die Wächter. Drum lerne alles bevor Du jemals wieder die Nebel betreten solltest. Es hat schon viel verschlungen. Denn das Chaos welches wir als zerstörerisch ansehen ist in Wirklichkeit die Ordnung in allen Dimensionen und lässt so neues entstehen.“… Archiclinius und Semibo sahen sich leicht überfordert an. Wenn das nur der erste Satz war den der Meister gleich zu Anfang heraus brachte, dann konnte der Rest nur umso Geistreicher sein. Was somit weiter acht Wochen Kopfzerbrechen bedeuten würde.
„ Doch genug der Worte für heut. Ich brauche eure Hilfe. Euer Zugang zu den Ahnen und Geisterwelt ist von Nöten um meinen Traum ins richtige Licht zu rücken. Ich bin zu verwirrt alles genau zu deuten. Ich habe alles vorbereitet. Wir gehen ein Stück weit aus dem Dorfe. Dort kenne ich ein altes Grab eines alten gefallenen Valorianischen Helden. Dort sind wir ungestört. Ich habe mich vorweg bereits mit einigen Gelehrtet beraten. Und wir haben beschlossen euch in etwas einzuweihen von dem viele nicht die leiseste Ahnung haben. Ihr werdet nun über den Totenkult unterrichtet. Er erlaubt euch neue Fähigkeiten einzusetzen und eure Kräfte zu steigern. Doch seit gewarnt. Es wird kein Spaziergang. Ich bringe euch ein Stück weit dem Chaos näher.“ Ogog`s Augen blitzen violett auf bei diesen Worten. Gerade als sie sich in Richtung des Grabes auf machten kam ein Bote des Weges der wild Anstalten machte den alten aufzuhalten und ihn nach Keter bat. Wo derweil ungeheuerliches geschah. „ Meister, Meister man bittet euch sofort nach Keter zu kommen. Es ist dringend. Es ist schrecklich. Es regnet überall Eis vom Himmel und es hat sich eine gewaltige dunkle Wolke über der Stadt gebildet. Der König ist sehr besorgt. Ein großes Durcheinander . Alle sind in Panik.“ Der Bote stotterte und man sah ihm an das er es eilig hatte.
„Schnell schnell lasst uns umgehend nach Keter „sagte Ogog zu den dreien.“ Wenn man schon nach mir verlangt muß etwas Schreckliches passiert sein.“ Sie eilten so schnell es ging. Auf dem Wege dort hin sah man schon von weitem eine große Ansammlung dunkler Wolken die sich in einem Strudel langsam vereinend drehend über der Stadt zu einem Ganzen formten. Und man konnte sehen welch unglaubliche Mengen an eisigem Hagel auf die Stadt nieder gingen. Und in den Wolken blitze es in allen Farben. Ein gewaltiges Schauspiel. Ogog blickte finster drein als er es sah.“ Bei den Göttern „ rief er. „ Nein, nein nicht hier o bitte ihr Götter nicht noch einmal.“ Archi und Semibo wussten nicht was er wohl meinen könnte. Beide waren Ratlos. In Keter angekommen vernahm man das Ausmaß der Dinge. Es regnete seit nunmehr einer vollen Stunde Eis vom Himmel und die Wolken wurde dunkler und dunkler. Hier und dort krachten nun auch Blitze von Himmel herab. Einige Bewohner der Stadt riefen in Panik das die Götter erzürnt seihen für den Ungehorsam den einige den Göttern entgegen brachten. Doch Ogog sah noch mehr. Auf dem großen Marktplatz stand eine Gestallt in Form eines Fee. Seine Kleidung war Pechschwarz wie ein Rabe. Sein Gesicht war verborgen hinter einer Totenmaske, die reichlich verziert war mit allerhand ungekannten Schriftzeichen. Doch der Alte wusste genau daß es nur ein Trugbild war. Eine starke Aura ging von dem Fremden aus, was aber nur Gelehrte der höheren Ränge vernehmen konnten. Jener welcher hatte diesen Sturm herauf beschworen und steigerte seine Kraft mit jeder Minute. Einige Wächter hatten schon versucht den Eindringling zu attackieren doch ohne Erfolg. Ein jeder der nur in seine Nähe kam war des Todes und wurde mit einem Handstreich gerichtet. Und alle Angriffe auf Diesen schlugen fehl. Selbst hochgerüstete Ritter wie Sir Vlad fielen ihm fast zum Opfer. Eine große Gruppe Gelehrte Priester machte sich bereit den mächtigen Unbekannten gemeinsam anzugreifen .Doch auch das endete in einem Fiasko. Nicht einmal die Schutzschilde der besten Priester waren stark genug dieser Kraft zu widerstehen. Ogog brüllte:“ Ihr Narren, seht ihr nicht was ihr da vor euch habt? Das ist ein Zeitreisender, ein böser Fürst der Dunkelheit. Sie haben die Macht durch alle Dimensionen zu reisen. Sie trotzen allen uns bekannten Kräften der Natur. Haltet Abstand zu Ihm. Um Himmels Willen unterlasst es ihn anzugreifen. Da durch steigert er nur noch mehr seine Macht über euch.“ Ogog war erschüttert. Vor vielen Jahren, damals in Soma hatte er so etwas schon einmal erlebt. Jener dort hatte die Macht alles zu töten und zu vernichten. So ein dunkler Fürst war Gottgleich. Ogog, Archi und Semibo riefen alle Einwohner und Soldaten zusammen. „Versammelt Euch“ riefen sie. „Kommt alle herbei und habt keine Angst. Gemeinsam können wir ihn schlagen. Kommt herbei so eilt doch. Bildet einen großen Kreis und fast euch bei den Händen. Schnell“ forderte Ogog. Viele kamen zusammen und bildeten wie Ogog es befahl einen großen Kreis und saßen dicht beieinander. Ogog fing an die Götter anzuflehen und die große Menge die zusammen gekommen war sprach dem alten Priester alles nach. Nach einigen Minuten hatten alle sich den wiederholenden Text eingeprägt und so sprachen sie nun gemeinsam alle gleichzeitig immer wieder und wieder diese Worte. Immer mehr Valorianer kamen dazu. Ihre Stimmen wurden lauter und lauter und jeder konnte nun die Gewaltige Kraft eines Kollektivs füllen. Ein warmes herzliches Gefühl umfing sie alle. Ihr Glaube war so stark das sich ein Lichtbogen empor hob der bis in den Himmel reichte. Selbst in der Hauptstadt Derions konnte man dieses enorme Licht welches vom ihm ausging ohne Fernglass sehen. Auch dort vernahmen einige Priester dieses Gefühl der betenden Valorianer und befahlen auf der Stelle Gleiches zu tun und die Götter anzurufen und um Hilfe zu flehen. Für einen Augenblick gab es wieder Einigkeit in Iberia. Die Macht der Liebe und Hingabe zu den Göttern umfing alle Lebewesen in Iberia.
Oben im Himmel, im Pantheon der Göttlichen sah man welch böses Geschöpf die Welt betreten hatte und war bestürzt. Es musste etwas geschehen und zwar schnell. Die Götter wussten daß es sonst ein schreckliches Ende mit Iberia nehmen würde. Sie hielten kurz Rat um die Lage genau einzuschätzen.. In ganz Iberia beteten Bewohner in allen Ecken der Landkarte für den Göttlichen Schutz. Der große Rumapark befahl nun den Bewohnern zu helfen und entsendete schließlich einen Himmlischen Wächter. In Keter-Stadt sprach die Gemeinschaft immer wieder und wieder die Ferse um die Göttlichen zu wecken. Plötzlich mitten in den Worten vertieft gab es einen lauten Knall und es öffnete sich unweit von dem Zeitreisendem ein Dimensionstor. Wie unglaublich so etwas ausschaut glaubt man nicht einmal wenn man es selbst miterlebt hat. Schillerndes Licht in allen Farben schien aus einer Tür heraus die sich gerade im nichts öffnet. Stellt euch vor ihr schneidet in ein Stück Papier ein Fenster und könnt in eine andere Welt blicken.
Ogog sah und weinte vor Freude. Er lächelte. Die Ankunft eines Göttlichen war das größte was ein Priester erleben kann. Und sie alle blickten voller Hoffnung auf das Tor welches sich so voller Farben vor ihnen auftat. Aus dem Tor der Dimension trat ein Göttlicher, ebenfalls in Form eines Fee. Seine Kleidung leuchtete in einem wundervollen Feuerrot. Ein Edles Gewannt welches einst die Zwerge für die Götter schmiedeten. Denn ein jedes Kind sollte wissen das die Rüstungen und Waffen der Zwerge das Beste ist was man in allen Welten finden kann. Sie zählen als unzerstörbar. Und im Kampf gegen Dämonen und Drachen oder dunklen Meistern gab es nichts Vergleichbareres.
Der Göttliche war vielen Einwohnern bekannt. Sie nannten ihn den Schneeblinden. Vor vielen Jahren war der „Schneeblinde“ selbst noch ein Sterblicher. Und führte in den alten Valorianischen Kriegen eine Armee an die so mächtig war das es schon einer „Götterdämmerung“ glich wenn sie auf ihren Feind trafen.
An einem Tag, der schon lang her ist gab es einst eine Schlacht im Hochland. Welches selbst zur Sommerzeit meist schneebedeckt ist und die Temperatur nur selten über die Frostgrenze kommt. Jene Schlacht die alles Bisherige bei weitem in den Schatten stellte. Jene Schlacht die so grausam war und nicht enden wollte. Eine Schlacht voller Hass und Wahnsinn. Drei Tage und Nächte schon und ohne Pause tobten die Armeen beider Seiten und dezimierten sich gegenseitig so sehr daß ein Niemand ein Ende sah. Hunderte, ja wenn nicht tausende Soldaten fielen. Immer wieder und wieder schickten die Fürsten ihre Treuen ins Gemetzel. Die Schlacht tobte auf einem großen, gefrorenen See in Mitte des Hochlandes. Das Eis hatte sich mittlerer Weile durch das viele Blut rot gefärbt. Die Luft war erfüllt von Schlachtenlärm. Das Krachen der Äxte und Schwerter die auf Rüstungen und Schilde prallten oder das splittern der schweren Balistenspeere wenn sie mehrere Gegner durchschlugen und das ständige zischen von Bolzen und das Donnern mächtiger Magie. Das klagende Geschrei der Verstümmelten die kriechend über das Eis flüchteten um ihr Leben zu retten fand kein Gehör mehr. Es gab keine Gnade mehr unter den sich bekriegenden. Groß war der Hass. Und obwohl sie alle eigentlich schon viel zu schwach waren um zu kämpfen und ihr Schwert noch zu heben, töteten sie sich weiter und weiter. Ich erinnere mich noch an den jungen Fürst Artax der bis zu den Knien in mitten von erschlagenen Gegnern stand. Wieder und wieder stürmten sie gegen ihn an. Auch er hatte wahrlich schon viele Treffer eingesteckt und zahlreiche Bolzen und Pfeile steckten in seinem Schild. Doch er wollte nicht weichen. Und so ging es seit dem die Schlacht begonnen hatte. Er hatte so viele gerichtet. Und wie sie noch im Rausch aufeinander einschlugen grollte es über ihnen im Himmel und man sah das aus den dunklen Wolken die das Hochland umfingen eine lichterne Gestallt zu ihnen herab geschwebt kam. Es war Althea die Göttliche. Einst eine Hohenpriesterin aus dem Norden, diente sie seit ihrem Ableben den Göttern. Erst ihr erscheinen und das sagenhafte Licht das Sie ausstrahlte konnte dem Ganzen ein Ende bereiten. Sie stieg herab vom Himmel um ihnen Einhalt zu gebieten. Und sie folgten. Althea sah was geschehen war und weinte. Ihre Tränen um das ganze waren so zahlreich das sie das Eis des Sees rein wuschen. Nun begriffen auch die Überlebenden was geschehen war. Finstere Mächte hatten ihre Köpfe vergiftet und so dieses Gemetzel entfacht.

„ Ist es nicht eure Aufgabe zu wiederstehen“? klagte Althea all die Priester an. Ist es nicht eure Aufgabe jene dort zu lehren und es ihnen begreiflich zu machen was ein Leben wert ist? Was das Leben wert ist?.. Ihr habt versagt… schändlich versagt..“ „ Und ihr“ sprach sie bitteren Wortes weiter:“ ihr Fürsten. Ist es nicht eure Aufgabe Recht und Ordnung zu vertreten die das Leben beschützt. Vergiftet ist euer Verstand von all der Macht von all dem Gold. Kalt sind eure Herzen geworden. Und manch einer hat wohl keines mehr.“ Althea sah sie alle strafend an. Ihre Häupter geneigt und sich der Schuld bewusst, schwiegen sie alle. Sie sprach:“ Die Götter haben mich geschickt um den Streit zu beenden und euch heim zu schicken und ich verkünde euch das ihr dreißig Tage trauern sollt um all die Toten.“ Und sie befahl den Soldaten vom Felde zu ziehen. Doch ohne Rüstung und Waffe.“ All eurer Kriegsgeschirr sollt ihr stapeln zu Hauf und der See wird es verschlingen und unter seinem Eise tief verborgen bewahren auf Ewig.“ Und nun geht ihr tapferen. Geht heim zu euren Familien. Doch nicht die Fürsten“ gab sie hinzu.“ Ihr die Ihr euch beirren habt lassen und die Lügen in die Welt tragt um eurer Macht willen. Für euch haben sich die Götter etwas anderes ausgedacht. Drei von euch soll es treffen. Drei Strafen um der Götter Willen.“ Artax“ sprach Althea. „ Du sollst zu Stahl erstarren. Zu jenem Stahl mit dem Du deine Gegner geschändet hast. Du bist der schlimmste von allen. Zu Stahl sollst du erstarren bis dich ein Kind freispricht das so reinen Herzens ist das es allen Versuchungen wiederstehen kann. Es soll wissen was du getan hast. „Plagius“ sprach sie weiter.“Du hast schon immer die deinen versucht zu unterjochen und auszubeuten und vergiftest mit deinen Worten sogar Jünglinge. Deinen Namen haben die deinen gut gewählt. Auf Ewig wirst du stumm sein. Nicht in tausend Jahren soll über deine Lippen je ein Wort kommen.“ Wen von Euch der dritte Fluch treffen wird ist eure Wahl.“ Sprach Althea zu den anderen Fürsten die sich um sie versammelt hatten. Alle sahen sich fragend an. Denn niemand hatte so recht das Verlangen als ewig Gepeinigter sein Leben zu verbringen. Doch jener Fürst den wir alle kennen nahm das Wort an sich und sprach:“ Straft mich o Göttliche Althea. Schuld sind wir alle, doch ich erkenne sie an. Mein Herz ist schwer von all der Last und Schuld. Und viele habe ich in den Tod getrieben. Straft mich und verschont den Rest. Bei Rumapark ich gestehe all die Sünden an meinem Volke.“ Althea sah in sein Herz und erkannte Reue. „Dein Augenlicht sollst du verlieren. Geblendet sollst du sein alle Zeit bis zum letzten Tag deines Lebens. Die Schönheit des Lebens und der Natur soll dir auf ewig verborgen bleiben.“ Jenen Worten folgend erhellte sich ihr Licht in eine schier unsagbare Intensität das es ihm die Augen verbrannte und er voller Schmerzen im Schnee zusammenbrach. Plagius verstummte und der Hüne Artax erstarrte zu Stahl. Die Göttliche Strafe kannte kein Erbarmen. Sie zogen von dannen. Jeder für sich, außer Artax.
Viel Zeit verging und der Schneeblinde Fürst gab sein Amt ab und folgte seit her den Lehren der Priester. Er war wirklich Reumütig und stürzte sich eines Tages von einem hohen Turm inmitten seiner Hauptstadt. Nicht die Strafe war es die in antrieb dieses zu tun. Doch die Schuld in seinem Herzen wollte nicht weniger werden. Im Gegenteil . Je öfter er versuchte ihr zu entkommen umso stärker wurde der Schmerz. Und so stürzte er sich in den Tod.
Im Pantheon kannte man seinen Namen schon als er noch sterblich war. Als er noch rechtschaffend sein Heer anführte. Und unter den Göttern gab und gibt es Gnade zu erfahren. Auf diese Art seines Endes sühnte er all seine Schuld. Und so erhoben die Götter ihn in den Stand eines Halbgottes, eines Wächters des Himmels. Ähnlich wie die mächtigen Seraphin wurden sie gerufen wenn das Böse zu stark wurde um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Wie hier in Valorians Hauptstadt um den Dimensionsreisenden in die Schranken zu weisen.
Der Schneeblinde betrat den Raum.
Viele Einwohner fielen auf die Knie um ihn anzuflehen und ehrfürchtig zu begrüßen. Er lächelte und sprach:“ Volk von Valorian ihr Einwohner Iberias habt kein Furcht. Ich bin gekommen dem Unheil ein Ende zu bereiten. Habt keine Angst. Betet um der Götter Willen und gemeinsam werden wir es schaffen. Euer Glaube ist meine Kraft. Euer Glaube ist das Leben dieser Welt. Eure Liebe ist mächtiger als das finsterste Wesen.“ Sie alle taten worum er sie bat. Und sie beteten weiter und weiter wie sie es nun schon seit Stunden taten. Der Göttliche schritt auf den Dunklen Fürsten zu der sich als Manos ausgab als der er ihn nach seinem Namen fragte. „ Dann soll Manos nun fallen.“ Sprach der Halbgott. Ein epischer Kampf entbrannte in dem allerhand zu Bruch ging. Diese beiden Titanen gaben alles um ihr Gegenüber zu vernichten. Schlag um Schlag attackierten sich die beiden auf heftigste Weise. Beide hatten Fähigkeiten von dem ein Sterblicher nur träumen konnte. Der Kampf ging über eine sehr lange Zeit und alle verfolgten ihn mit Spannung. Der Schneeblinde war durch die Gebete so mächtig das er viele Treffer mühelos einstecken konnte. Aber Manos war ein würdiger Gegner. Und konnte ebenfalls viele Attacken absorbieren und auf den Halbgott zurückschleudern.............Sie boten einander die volle Palette an Attacken und Zauber, Fertigkeiten und Fähigkeiten wie man sie so in dem Ausmaß noch nicht gesehen hatte. Es war gewaltig. Ihre Kräfte waren enorm und Sie schleuderten sich gegenseitig durch Druckwellen durch die Gegend oder versuchten ihren Gegner zu verbrennen oder durch starke Aufladungen, die wie Zweihandhammerschläge wirkten den Anderen zu vernichten. Doch keiner der Beiden gab nach. Der Schneeblinde bediente sich der göttlichen Kraft die durch das Kollektiv noch um ein vielfaches verstärk wurde. Doch Manos konnte sich sofern er es schaffte immer wieder sich selbiger Energie bedienen indem Er Sie dem Göttlichen quasi absaugte. Immer wieder erschienen dunkle kleine Blasen im Raum die dem Göttlichen entgegenflogen und im auch auf diese Art Schaden zufügte und Ihm sein Mana raubten. Welche so Manos zufloss. Mit der Zeit jedoch erkannte der Schneeblinde daß Manos wohl auf diese Weise nicht beizukommen war. Er war wohl mit allen Wassern gewaschen. Dachte sich der Göttliche. Und wenn der dunkle Manos sich allen Fähigkeiten bedienen konnte die es gab, dann würde dieses Duell der Giganten wohl ewig dauern. Denn mit jeder Attacke auf ihn bekam er etwas Energie und konnte sich so immer wieder regenerieren. Doch der Kampf ging weiter, da der dunkle Fürst nun das Ziel hatte vor Aller Augen den Schneeblinden zu vernichten. Wieder und wieder ging er erbarmungslos auf ihn los. Und er wusste genau daß es durchaus möglich war einen Göttlichen zu töten. Viele Bürger waren besorgt da Sie sahen daß der Schneeblinde es nicht einfach hatte. Doch helfen so glaubten sie könnten Sie Ihm nicht. Der Göttliche zweifelte für eine Sekunde an sich selbst weil seine Aktionen nicht das gehoffte Ergebnis brachten, was fatal war für ihn. Manos entfachte eine Energiewelle die Ihn voll traf und er dadurch gegen eine der Burgmauern geschleudert wurde und am Kopf stark blutend und leicht benommen für einen Augenblick regungslos blieb. Genug Zeit für Manos erneut alles zu geben was er nur entfesseln konnte und seinem Gegner noch einmal hart zu treffen. Wieder wurde der Göttliche umher geschleudert und prallte in eine andere Ecke. Nun ging Manos auf die Einwohner los und zerschlug mit ein paar mächtigen Angriffen ihr Kollektiv welches ja die Kraft des Göttlichen stark untermauert hatte. Er ließ viele leiden und ergötzte sich an Ihren Schmerzen. Jenes Leid ist es aber was einen Göttlichen auf den Plan ruft. Einige Priester liefen besorgt zu dem Schneeblinden und wollten Ihm helfen und halfen Ihm auf die Beine. Manos hatte Ihn zwar äußerlich übel zugerichtet und der Göttliche sah sehr zerzaust aus und er blutete am Kopf und aus der Nase, doch er lächelte Manos ins Gesicht und begann mit einer Art Kehlkopfbesang und sammelte eine ungeheuerliche Menge an Energie. In einem Trancezustand taumelte er auf der Stelle und vernahm nichts mehr was um Ihn herum zu sehen war. Einzig Manos hatte er in seinem Blickfeld der Ihn wieder mit all seiner Kraft versuchte zu schlagen. Und alles auf Ihn warf. Feuerbälle, Eis und Feuerregen und energetische Entladungen aller Sorten. Er versuchte Ihn zu schwächen und Ihn wieder zu Boden zu schleudern. Doch der Göttliche fing an seine wahre Macht auszuspielen. Immer noch im Taumel und den brummenden Gesang im Kehlkopf lächelte der Schneeblinde und steckte einen Treffer nach dem anderen ein und ließ sich nicht unterbrechen. Er lachte über jede Attacke die er bekam obwohl sie Ihm sichtlich zusetzte. Manos ließ starken Wind aufkommen und es blitze wieder überall. Es regnete nun in rauen Mengen in der Stadt und der Himmel verdunkelte sich noch mehr als er es eh schon war. Der Schneeblinde stand fest an seinem Platz und nichts konnte Ihn nun mehr aufhalten. Wild tobte der Wind durch sein Haar und das Wasser lief an Ihm herunter. Doch er lächelte und schloss dann fest seine Augen. In der Stadt flogen durch den Sturm Dinge umher wie Spielzeug und krachten hier und dort in die Menge der Bewohner. Fenster zerbarsten und selbst große Statuen begannen zu schwanken und wirkten bedrohlich auf die Bürger. Manos war so voller Hass auf den Göttlichen als er erkannte das die Kraft eines solchen Gegners, eines Halbgottes doch wohl so viel größer war als er sich jemals vorstellen konnte. Doch er konnte es nicht akzeptieren und wollte es auch nicht. Für Ihn kam eine Niederlage nicht in Frage. Dieses machte Ihn letztlich blind und er griff voller Übereifer weiter an und verfiel der Raserei. Aber auch er hatte noch genug Kräfte die man nicht zu unterschätzen wagte. Doch war seine Zeit gekommen diese Welt für immer zu verlassen. Der Schneeblinde öffnete die Augen, breitete seine Arme aus und blinkte hoch zum Himmel. Die Luft begann merkwürdig zu vibrieren. Man konnte keine drei Meter mehr klaren Blickes etwas erkennen und droben in den Wolken sammelte sich an einem Punkt Licht in einer unglaublichen Menge und Helligkeit. Und wurde mehr und mehr. Millionen von Energiepartikeln bildeten sich zu einem Ganzen…. Plötzlich stand alles still.
Für nur eine Sekunde stand alles still und alles blieb wie angewurzelt an seinem Platz. Kein Geräusch, kein Wind kein Regen. Man hörte nicht mal jemanden atmen. Dann vernahm man ein so heftiges Donnern daß selbst die Burgmauern Keters erzitterten und man es sogar in Markut hören konnte und auch dort zitterte die Erde. In jenem Augenblick ging ein Lichtstrahl auf Manos hernieder. Der der so hell und gewaltig war das man fast erblinden konnte. Der Strahl traf den bösen dunklen Manos mit voller Kraft und ließ Ihn schmelzen. Manos fühlte das erste Mal in seinem kurzen Dasein Schmerzen von ungeheurem Ausmaß. Und er schrie. Sein Körper verbrannte in wenigen Sekunden. Zurück blieb nur ein Haufen dampfender Asche….. Der Göttliche brach erschöpft zusammen. Zu viel Kraft hatte ihn es gekostet.
Doch er lachte. Denn niemals zuvor hatte er einen solchen Gegner geschlagen oder überhaupt das Vergnügen gehabt gegen solch Einen wie Manos es war anzutreten und dabei sein wahres Potential in so einem Kampf zu nutzen. Erst noch verstummt von diesem Erlebnis begriffen die Einwohner Iberias so langsam das Manos diese Welt verlassen hatte.
Ein Bejubel wie es die Götter seit zweihundert Jahren nicht vernommen hatten durchzog das ganze Land. Und sie Alle riefen seinen Namen:“ Snow Snow Snow“! schallte es durch ganz Iberia.
Sichtlich berührt schritt „Snow“ durch die Menge der Menschen, Fee`n und Felinen die Ihm ehrfürchtig dankten. Er half noch viele zu heilen und Ihnen die Schmerzen zu lindern die Sie plagten. Doch sein Blick durchstreifte die Menge nach dem kauzigen alten wirren Meister Ogog. Denn er wusste schließlich was zu tun war bevor der Göttliche kam um zu helfen. Aber Ogog und seine beiden treuen Schüler Archiclinius und Semibo hatten sich schon aufgemacht und waren unterwegs nach Horusdorf um sich auszuruhen. Auch Sie hatte es Kraft gekostet. Sie hatten all Ihre Energie gespendet um das Göttliche Heil herbei zurufen. Und so verschwanden sie still und leise aus der Stadt, nachdem das Böse Wesen besiegt war. Alle drei saßen noch lang am Kamin in Ogog`s Haus und genossen etwas Zauberkraut. Derweil wurden in ganz Iberia große Fässer mit frischen Bier angeschlagen und überall am Himmel sah man zu Ehren der Göttlichen lauter buntes Feuerwerk in den Abendlichen Himmel empor steigen. Zwei Tage feierte man in Iberia gemeinsam das Fest der Götter. Die Asche wurde zwei Chaospriestern anvertraut die diese in einer Magischen Urne mit in die Unterwelt nahmen. Tief verborgen im “Labyrinth der Tausend Mauern“ wird diese Urne seit jenen Tagen bewacht. Und Niemand wird sie jemals zu Gesicht bekommen. Auf ewig.



Next update 2/3 unter dem Banner des mächtigen Fürst RAA

Tage vergingen wie Wochen und die Regenzeit setzte ein. Nach einem langen heißen Sommer.

Archiclinius und Ruerig der Priester ritten hoch zu Pferd durch das stark bewaldetete Gebra. In mitten Iberias. Ein sehr umkämpftes Gebiet in dem es fast jeden Tag zu heftigen Scharmützeln oder auch großen Schlachten kam. Gebra war durchzogen von Wegen und Straßen die sich mittig kreuzten und sich immer wieder neu verzweigten. Die beiden lieferten sich gerade eine schnelle Hetzjagd mit einigen Derionern. Die vielen Ecken und Abzweigungen der Wege und Straßen boten einem immer wieder an die Richtung zu wechseln oder sich flux zu verstecken und so dem Gegner zu verwirren. Archi und Ruerig gaben ihren Pferden die Sporen. Schwer schnauften die beiden Schlachtrösser. Denn sie waren schwer gepanzert. Aber immer noch etwas schneller und wendiger als die großen Kriegsbüffel auf welchen die Derioner ritten. Doch Archi wollte nichts dem Zufall überlassen. Und Zeit für einen Schlagabtausch hatten die beiden eh nicht. Sie waren wie so oft auf Erkundungstour. In jenen Tagen war das gesamte Gebiet in Valorians Händen. Die alte "Verlorene Festung, das kleine Holzfällerdorf sowie ein kleines Dorf gab es zu bewachen und zu sichern. Das große Heer der Kreuzritter und die Kompanien des mächtigen Fürst Raa kämpften schon seit Monaten um die Vorherrschaft dieses Landstriches. Der Süden Iberias war schon seit langen immer wieder und wieder vom Krieg heimgesucht worden. In diesen Abschnitten der Iberischen Landkarte tobten die heftigsten Schlachten in jener Zeit. Und so sollte es auch an diesen Tag sein. Eigentlich wollten Archiclinius und Ruerig selbst nach Spähern der Derionischen Armee ausschau hallten, mussten aber schnell feststellen das die Anzahl der sich im und um das Gebiet angesammelten Derioner schnell wuchs. Mit Mühe und Listigkeit entkamen sie ihren Verfolgern nur knapp und machten sich auf in Richtung Tyco. Einem von Mooren und Tümpeln bestimmtes Gebiet in dem sich die Derioner nur allzu gern sammelten und von dort aus nach Gebra einzufallen. Kaum angekommen in Tyco stockte Archiclinius der Atem und auch Ruerig bekam Schweißausbrüche bei der Anzahl der Derioner die sie hier zu Gesicht bekamen. Die halbe Derionische Armee hatte sich hier bereits versammelt und es kamen immer mehr hinzu. Als sie gerade kehrt machen wollten um nicht noch entdeckt zu werden war es schon zu spät. Die Hetzjagd welcher sie gerade entkommen waren ging nun in einem etwas drastischeren Ausmaß weiter. Beide trennten sich damit es wenigstens einer zurück schaffte um Meldung zu machen. "Valorianische Erkunder" hörte Archi jemanden brüllen. Und knapp hinter sich schlugen immer mehr Bolzen ein. Er gab seinem Pferd aufs übelste die Sporen und ritt auf einen Abgrund zu und stürzte sich samt Pferd hinab. Hinein in einen stinkenden fauligen See. Und versuchte seine Flucht fort zusetzen. Ruerig indes suchte die alte Elfenfestung auf die etwas nördlich von der Straße auf der Sie gekommen waren lag sich dort zu verstecken. Zwangsweise müsste der gute dort die ganze Nacht verbringen wenn es kein entrinnen gab für ihn. Er saß fest. Doch zu mindestens gut verborgen für die Hetzer.
Archi sah sich umringt von Derionern, wobei sie ihn noch nicht wieder im Visier hatten. Sein Sturz in die Tiefe genügte den Deris wohl vorerst. Möglich das sie das schlimmste annahmen und es sich wohlmöglich den Hals gebrochen haben mußte oder gar ertrunken sei. Archi zog einen Teil seiner Rüstung aus und ließ sie auf dem Wasser treiben und machte sich auf ein Versteck zu suchen. Das allerdings per Pedes. Sein Pferd hatte gleichgültiger Weise eine andere Richtung eingeschlagen und lief etwas verwirrt querfeldein. "Den Gaul sehe ich wohl nicht mehr wieder" ging es ihm durch den Kopf. Aber egal Hauptsache er lebte noch. Klitschnass und stinkend wie ein Eber bewegte er sich vorsichtig durch das Gebiet welches früher einmal, also vor dem Krieg, ganz und gar den Elfen gehörte. Diese aber auf Valos sowie auf Deris gleichermaßen Jagd machten. Für Archi war so ein Elf nicht sonderlich gefährlich. Doch die Anzahl der Elfen die hier noch lebten verteidigten das Land mit voller Härte. So blieb Archi wieder nur die Option der waghalsigen Flucht über Stock und Stein. Und über manchen Felsen mußte er klettern und sich nicht zuletzt des Öfteren abermals mit einen beherzten Sprung den nächsten Abhang wieder runter stürzend in den nächsten Stinketümpel retten. Ihm gelang schließlich die Flucht aus Tyco. Und er setzte seinen Weg durch das staubige Ardir fort. hier konnte man sich recht gut in den alten Gemäuern alter Tempelanlagen verstecken und sich so langsam durch das Gebiet schleichen ohne erwischt zu werden. Denn auch hier war einiges am Kochen und es versammelten sich viele Einheiten Derionischer Truppen. Archi schafte es sich bis nach Hesed durchzuschlagen. Und das alles zu Fuß. Für den Rest des Weges lieh er sich bei einem Valorianischen Trupp ein schnelles Caribu, welches ihn in Windeseile nach Keter brachte um dort über die Truppenstärke zu berichten. Archiclinius sprach beim Fürsten der Kreuzritter vor. Diese ließen ihn allerdings mehr oder weniger im Regen stehen. Einzig Fürst Raa schenkte Archiclinius gehör und glaubte ihm jedes Wort und war begeistert von soviel Einsatzbereitschaft zu Gunsten Valorians. Auch über Ruerigs Flucht wurde diskutiert. Und man beriet sich wie man ihm wohl helfen könne. Doch die Gefahr war zu groß inmitten einer Derionischen Offensive einen weiteren Spähtrupp zu entsenden. Und man organisierte eine Nachtaktion zu einem späteren Zeitpunkt. Archiclinius verstand den großen Fürsten. Und zog mit einem Zähneknirschen ab und suchte seine Mannen auf um sie vorzubereiten auf das was sie heute erwarten würde. "Antreten ihr Maden " brüllte er. So hatten sie ihn noch nicht erlebt. "Ruft alle zusammen. Wir nehmen jeden mit der eine Waffe tragen kann" gab er hinzu. Es dauerte nicht allzu lang und alle Freibeuter egal welchen rang sie auch hatten waren angetreten und sahen Archiclinius mit Erwartungsvollen Augen an. "Die Derioner sammeln große Teile ihrer Armee in Tyco und Ardir. Allem Anschein nach werden sie versuchen Gebra zu überrennen. Aus diesem Grund und um sich mehr Respekt vor den "feinen Herren" zu verschaffen werden wir nach Gebra ausrücken und dort die Truppen Raa`s zu unterstützen. Ich weis wahrlich daß viele von euch noch nie soweit in Feindes Land waren und einige von euch wohl auch nicht die Richtige Ausrüstung haben um sich so einem Kampf zu stellen. Doch wir sind was wir sind. Soldaten des Königs. Und ich werde nicht eher ruhen an diesem Tage bis wir nicht den letzen Feind zermürbt haben oder sie in die Flucht geschlagen haben. Semibo übernimmt den ersten Zug und macht sich abmarschbereit. Ich selber übernehme den zweiten Zug. Sobald Raa`s Chaotentruppe auszieht in Richtung Gebra ziehen wir mit." Alle gehorchten und taten wie ihnen befohlen wurde.
Auch viele andere kleine Truppen und Clans folgten dem Ruf des Fürsten Raa und sie alle zogen gemeinsam mit einem Riesigen Tross aus um Gebra zu verteidigen.
Die Wehr und Wallanlagen in Gebra waren anders als man es aus Hesed kannte. Zwar hatte man sich auch hier sehr viel Mühe gegeben alle an die Örtlichkeiten anzupassen, doch zum Bau hatte sich auf lange Sicht Stein als Baumaterial durchgesetzt. Schwer wogen die Ausläufer der Mauern die jede Anlage umgab und schwer zu knacken wenn die volle Stärke an Verteidigern anwesend war. Die Kreuzritter hatten sich in voller Anzahl ihrer Truppen in der "alten Verlorenen Festung" verschanzt und machten sich bereit. Raa`s Truppen sowie alle anderen Einheiten verteilten sich auf das Holzfällerdorf , das aber mehr einer Festung glich als nur einem Dorfe und einem etwas abgelegenem kleinem Dorf welches ebenfalls einer kleinen Wallanlage ähnelte. Alle Anlagen wurden voll besetzt. Und alle übrigen Truppen sammelten sich in der Nähe dieser Festen um den Derionern in einer offenen Feldschlacht zu begegnen.
Archi befahl seinen Leuten sich penibel an alle Anweisungen zu halten die sie von Raa`s Gruppenführern bekamen. Er selbst machte sich in das Gebiet auf um noch Erkundungen anzustellen und sich mit anderen Valorianern abzusprechen. Denn wie und wann genau der Angriff statt finden würde konnte niemand genau wissen. Allerdings lag mittlerweile eine Grabesstille in der Luft. Der Pulk der Valoriander die den Deris direkt in die Reihen fallen wollten formierte nun unweit einer Brücke die in der Nähe der Straße nach Tyco lag. Hier sollten sich die beiden verfeindeten Mächte zuerst treffen. Anspannung ging durch die Reihen der Valos. Dann plötzlich kam das Signal. Zwei Bogenschützen niederen Ranges hatten sich auf einem kleinen Berg versteckt von dem aus man eine gute Sicht hatte auf die Straße die nach Tyco führte. Von dort oben konnte man die Derioner schon sehen wenn sie knapp über den Hügel kamen und es blieb noch genug Zeit um einen Feuerpfeil abzufeuern das die Valorianer an der Brücke signalisierte das es los ging und der Feind im Anmarsch war. Dem Signal gefolgt konnte man schon das Grölen der Derionischen Krieger hören und die Erde zitterte unter der Masse der schweren Kriegsbüffel die die erste Reihe bildeten, mit der die Deris ihren ersten Angriff starteten. Eine gewaltige Macht marschierte auf der anderen Seite der Brücke auf.
Archi schwank sich auf sein neues Pferd welches er für einiges an Gold noch vor der Schlacht gekauft hatte und mit schwerem Geschirr ausstatten ließ und donnerte mit höchstem Tempo zurück zur Feste des Holzfällerdorfes." Sie kommen Sie kommen " brüllte er als er in Rufweite des ersten Tores kam. Er bekam schnell Einlass und postierte sich bei seinem Mannen. Gemeinsam mit anderen Gruppen bildeten sie die linke Flanke und bewachten eines der Tore.
An der Brücke kam es dann zum ersten Angriff der Derioner. Die Valorianer belegten die Brücke ihrer Seitz mit einem Sperrfeuer aus einem nicht endendem Pfeilhagel. Und die ersten Feuerbälle der Magier verbrannten jeden Deri der sich zu nahe an die Brücke wagte. Die Derioner betrachteten die Lage kurz von neuem und die schwer gerüsteten Krieger wurden nach vorn gerufen. Alle samt auf voll gepanzerten Büffeln. Den Valos blieb nichts außer abzuwarten was nun kam. Denn in keinem Fall würden sie diese Brücke kampflos aufgeben. Es begann. Mit donnernden Hufschlägen hielten diese Wahnsinnigen Krieger mit einem Kavallerieangriff voll auf die Brücke zu. Allen Angriffen zum trotz. Einige Deris fielen noch bevor sie die Brücke überhaupt erreicht hatten. Doch die Masse war groß. Die Schwere Kavallerie Derions ritt mitten durch den Pfeilhagel. Egal wie hoch die Verluste auch waren. Ihr Schild, sofern sie eines trugen hielten sie hoch über ihren Köpfen. Um so wenigstens einen Teil abzuwehren. Panik machte sich breit. Denn die Krieger Derions durchbrachen mit ihren Reittieren die ersten drei Reihen der Valorianer und stürzten sich dann vom Büffel direkt in die Menge der Valos. Und machten ihnen den Garaus. Zu wenige waren die Valorianer um diesen Angriff abzuwehren und zurück zuschlagen. Denn kaum wart der erste Angriff in Gange legten die Armbrustschützen an und mähten viele Valorianer nieder. Zu heftig war der Ansturm der gesamten Derionischen Truppen der dann folgte. " RÜCKZUG RÜCKZUG“ befallen die Gruppenführer Valorians. Doch zu spät. Der stolze Pulk der Valos wurde fast komplett aufgerieben. Nur wenige entkamen diesem Fiasko. Die wenigen die sich retten konnten ritten so schnell es ging zu den einzelnen Festen und berichteten was geschähen war. Unterdes wanderte das Derionische Heer ohne gr0ße Gegenwehr weiter nach Gebra hinein. Viel Zeit blieb den Valorianern nun nicht mehr um noch etwas zu retten. Zu warten bis die Deris vor den einzelnen Festen auftauchten und zu hoffen das die Tore stand hielten war ein fataler Gedanke. zu groß war die Übermacht an diesem Tage. Denn die Truppen in Ardir waren Quasi nur minderwertige Einheiten gewesen. Nur konnte man das aus großer Entfernung nicht sehen als Archi sie beobachtet hatte als er sich durch Ardir geschlichen hatte. Die Wahrheit war das die Deris es geschafft hatten durch diese Aktion starke Truppen Valorians an das Ardirgebiet zu binden. Uns so in Gebar freie Bahn hatten. Zu spät erkannten viele diesen Trick. Doch ein Fürst wie Raa wäre kein Fürst einer so stolzen und tüchtigen Armee wenn er nicht das Kriegsgeschick und Handwerk gelernt hätte auf das es ankommt. Sich hinter Mauern zu verstecken war also Sinnlos. Sie stellten einen Freiwilligentrupp zusammen und schickte so fern es ging Meldegänger in die anderen Wallanlagen. Hochmütig und den Sieg schon in Sichtweite stieß das Heer Derions in Richtung Alte Festung vor. Gerade als sich im Zentrum Gebras befanden um weiter auf die Anlage zu marschieren kam ihnen der Freiwilligentrupp entgegen der aus ca sechzig Mann bestand um die Deris scheinbar noch einmal aufzuhalten. Doch kurz vor dem Aufprall machte die Valotruppe einen Rechtsschwenk und bewegte sich schnell Richtung des kleinen Dorfes. Die Deris hatten den Haken geschluckt und verfolgten die Valos mit etwa einem Drittel ihrer Truppe. Inzwischen hatten alle Fürsten und Gruppenführer neue Anweisungen erhalten. Raa hatte einen tollkühnen Plan aus dem Ärmel geschüttelt. Bis auf zwei kleine Gruppen verließen alle valorianischen Soldaten geordnet ihre Stellungen und bewegten sich rasch im Sternenmarsch auf die Derioner zu. Dank dem Freiwilligentrupp konnte man das ausschweifen der Derioner gerade noch verhindern und sie so in einer günstigen Position binden. Was nun folgte war die totale Vernichtung. Das Derionische Heer war eingeschlossen in einem Kessel und es gab keinen Ausweg mehr. Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Valorianer heran. Die Deris aber wehrten sich ihren Haut so gut es noch ging. Doch letzen Endes zogen sie voller Schmach und Schande geschlagen vom Felde.----
-Laut ertönten die Fanfaren von den Türmen Keters als das Siegreiche Heer Valorians wieder einzog. Dieser Tag sollte lang im Gedächtnis Valorians bleiben-
Tage später erfüllte sich Archis erster Traum. Durch seine heldenhafte und vorbildliche Leistung und Flexibilität bekam er das Angebot sich den Kompanien des Fürst Raa anzuschließen. Archiclinius wurde eingeladen Raa treu zu dienen und seine Lehren auf hohem Niveau fortzusetzen. Archi willigte freudig ein. Auch wenn er seine eigenen Getreuen dann nicht mehr führen konnte. Er übergab die Freibeuter in die Obhut von Semibo der diese kleine Truppe erfolgreich weiter leitete. Allerdings auch mit etwas Unterstützung von Raa und Archiclinius. Oft war Semibo immer genau zur richtigen Zeit zur Stelle wenn man sie brauchte. Er machte seine Sache sehr gut. Er führte die Einheit eine lange Zeit an. Und Schwerpunkt der Truppe blieb nach wie vor der Nachwuchs den er mit all seiner Zeit und Geduld weiter zu einer starken Truppe ausbaute. Archi blickte immer stolz auf die Jungs wenn sie das Schlachtfeld betraten und er sie aus der Ferne bewundern konnte. Es waren gute Jungs. Jeder einzelne von Ihnen. Doch zum Träumen blieb Archiclinius wenig zeit. In seiner neuen Truppe wehte ein anderer Wind. Zwar wirkte dieser Haufen an so manchen Tagen wie ein Chaotentrupp, doch Ritterlichkeit, Disziplin und Fleiß wurde mit hohem Masse betrachtet. Wer ein Fauli war konnte schnell mal degradiert werden. Das hieß dann zwei Wochen Latrinendienst und vorerst keine Teilnahme an Schlachten. Sondern schön mit dem Holzschwert auf dem Übungshof seine Runden drehen. Im Grunde war Fürst Raa nie böswillig zu seinen Mannen aber Feigheit und ungehorsam im Gefecht duldete Er nicht. In schlimmster Form drohte einem eine unehrenhafte Entlassung. Und wer in Raa`s Truppe flog musste schon etwas ausgefressen haben. Was anderen Gildenmeistern natürlich schnell zu Ohren kam. So mussten solche erst einmal in einfachen Söldnergruppen ihren Dienst verrichten, bis Sie sich wieder bewährt hatten.
Eine wundervolle Zeit brach für Archiclinius an hier konnte er viel lernen. Zu seiner Freude traf er hier gute alte Bekannte wieder die er aus früherer Zeit schon kannte. Wie z.b. Morbus. Er nahm sich wie damals Archi zur Seite und erklärte ihm alles worauf es hier in so einer mächtigen Einheit an kam. Morbus half Archi viel dabei hier seinen Weg zu finden. Und dem Ritterschlag ein Stück weit näher zu kommen. Archi wird Ihm das nie vergessen. Die Zeit in der Archiclinius in dieser Truppe diente war bis dato das größte was er erlebt hatte. Er lernte hier viele nette und auch große Persönlichkeiten kennen. Es gab einige die er bewunderte.
Einer dieser Menschen die er bewunderte für seine Art und Weise war der herzliche und gütige AMON. Oftmals führte er Archis Gruppe in die Schlacht und befehligte sie äußerst gut und das mit viel Geschick. Dazu hatte er immer ein offenes Ohr und nahm sich auch für andere gerne Zeit. AMON war etwas Besonderes und war einem ein guter Freund. -.-
Zu Archis Freude gab es hier auch noch einen anderen Nekromanten der ähnlich hoch im Rang war wie er und einen der des öfteren mit von der Partie war aber noch nicht wirklich voll im Dienste Raa`s stand. Dennoch aber all zu gerne mitmischte wenn die Chaoten unterwegs waren und mal wieder ein paar Tore eintraten um dann anständig Deris zu vermöbeln. Archiclinius zog in sehr viele siegreiche Schlachten mit den Chaoten und wird diese Zeit niemals vergessen. Ein großer Dank geht an jene die Ihn damals aufnahmen in Ihre Reihen und Ihm zur Seite standen. Es war eine tolle Zeit für Ihn.
Aber es kam der Tag, es war gerade Frühling geworden nach einem langen harten Winter, da entschloss er sich zu gehen. Auch wenn er am liebsten geblieben wäre. Doch Gewisse Umstände und die Suche nach Weisheit zwangen Ihn schließlich dazu. Etwas traurig war er damals schon aber sein Weg war ein anderer. Fürst Raa hielt Archiclinius das Tor immer offen. Er hätte jederzeit Heim kommen können. Mit dieser Gewissheit konnte Archi gut leben daß es einen Platz gab zu dem er jederzeit hätte zurück kommen können. Doch er machte sich erst einmal einen neunen Plan und kümmerte sich nebst noch etwas um die kleinen Freibeuter. Dazu kam das ihn die Lust auf neue Abenteuer gepackt hatte. Doch erst einmal machte er eine ganze Weile Urlaub um sich neu zu besinnen. Und wenn es ihn überkam und er wirklich mal raus musste, dann ritt er gerne kreuz und quer über Iberias Landkarte und suchte einsame Orte auf um dort ungestört zu sein und seinen Weg zu vollenden und endlich ein Meister zu werden.

3/3 update coming soon der geheime Zirkel der Nekromanten.....................

Die Eremitage

An einem verregnetem Morgen, Archi war früh unterwegs besuchte er nach Tagen der Abwesenheit seinen alten Meister Ogog der wie zu erwarten mit Semibo im Gespräch war. Die beiden hatten schon die letzten Nächte viel diskutiert und ohne hin war Ogog mehr und mehr zu Semibos Mentor geworden und das obwohl Ogog ein Priester war. Doch all das was er Semibo mit auf den Weg geben konnte tat er. Archiclinius betrat Ogog`s Haus und lauschte ohne die beiden zu stören deren Gespräch, nahm sich von Ogog`s Teekanne einen Schluck und machte es sich in einer Ecke bequem.
Der alte kleine Meister erzählte gerade etwas über das Leben. Er erklärte daß es im Grunde nichts weiter sei als eine Reihe von Umständen denen man sich stellen muß. Egal was da kommen mag immer wieder und wieder. Das Leben ist wie es ist. Nur sollte man zwischen den Zeilen lesen. Denn dort versteckt sich der Sinn des Lebens. Und was man auch immer zu tun gedenkt solange es einen Glücklich macht ist es gut.
„Glücklich“ brummte Archi und verzog sein Gesicht. „Was muß ich hören junger Freund“? gab Ogog von sich und sah Archi verwundert an. „Der ewig freundliche ist nicht glücklich“? Wie kann es sein mein Freund. Habt ihr nicht Ruhm erlangt von höchster Güte? Habt ihr nicht schon so viele auf den Weg gebracht? Habt ihr nicht eine kleine Priesterfee die euch den Hof macht in all ihrer Lieblichkeit? Und ihr sagt ihr seit nicht glücklich mit diesen Umständen?“
Archi schnaubte wie ein Minotaurus.“Etwas fehlt noch“ sagte er. „Aber ich weis nicht was es ist. Etwas das ich nicht kenne ruft nach mir. Schon damals in Soma. Es lässt mir keine Ruhe. Aber ich muß es wissen.“ „ Dein Ehrgeiz wird dich eines Tages töten“ sagte Ogog zu Archiclinius. Und sah in finster an. „ Was wisst Ihr schon alter Kautz. Die Zeiten ändern sich. Nichts ist wie es scheint “ sagte Archi laut zu Ogog. „ Bei den Göttern ich könnte Dir so einiges erzählen aber dafür reicht dein Geist noch lange nicht aus. Wir stehen hier nicht zum ersten Mal“ grummelte der Meister. „Wie meint ihr das“ fragte Archi leicht verwirrt.“Nicht zum ersten Mal“?......
„Genug der Worte jetzt. Ich habe genug gesagt. Geh und finde dein Glück. Ich will nicht streiten mit Dir. Einundsiebzig Tage geb ich Dir Zeit um dich zu finden und deine letzte Prüfung soll es sein die dich vom Ritterschlag trennt. Ich will Dich einundsiebzig Tage und Nächte nicht mehr sehen. Geh und komme zu Dir. Denke über alles nach und finde was Du finden musst. Und wage es nie wieder mich zu verhöhnen. Und jetzt geh bevor ich die Wachen rufen lasse.“ Sagte Meister Ogog böse. „ Und wir mein lieber Semibo werden derweil zu den Nebeln reisen und einen alten Freund in der Scherbenwelt aufsuchen. Es ist eine große Aufgabe die uns erwartet.“ Murmelte der alte Meister.
„ Warum Semibo ? stammelte Archi. „warum nicht ich“? Warum er“? „ Du bist ja immer noch hier. Herrschte Ogog Archiclinius an“ Ich sagte GEEHH.“ Und wenn es Dich so interessiert warum ich Semibo mitnehme so sage ich Dir lieber Archi. Weil Du lernen must Dich im Zaum zu halten. Dein Zorn auf die Welt ist groß und das ist nicht gut. Ich sah Dich so oft in den Schlachten und Du bist wahrlich ein Held. Doch Ritterlichkeit bringst du nur deines gleichen gegenüber. Anderen Schwarzmagiern und Hexern. Doch sonst. Ich sah Dich schlachten und mordend durch die Lande ziehen. Ohne Reue. Ich möchte nicht dein Feind sein. Und nun geh. Dein Schlachtross bleibt im Stall. Zu Fuß wandle nun nach Mosalien und triff Dich dort mit Rubina. Sie wird wissen was Du zu tun hast auf deinem Weg. Und wage es nicht zurück zu kommen bevor die Tage abgelaufen sind. Ich werde es wissen.“
Ogog und Semibo zogen fort. Archiclinius brachte kein Wort mehr heraus. Und sah den beiden lang nach.
So viele Fragen in seinem Kopf machten in müde und er ging in die Dorftaverne und betrank sich in höchstem Masse. Was er sonst eigentlich nie tat. Doch der Wirrt schenkte fleißig nach weil Archi es so wollte. In so einen kleinen Fee geht merkwürdiger Weise eine ganze Menge rein. Fast so viel wie ein Zwerg kann auch ein Fee saufen. Doch was zu viel war, war zu viel. Es muß wohl der sechzehnte Krug Schwarzbreu gewesen sein den Archiclinius in sich hinein kippte als hätte er fünf Wochen nichts getrunken. Dann übergab er sich königlich quer über den Tresen und traf so einiges anderes was dort so herumstand. Knapp vorbei am Wirrt. Das nächste was er merkte war ein harter aufschlag mit samt seinem Stuhl auf den Boden der Taverne. Und so blieb er auch erst einmal liegen. Alles drehte sich im Kreis und ihm war speiübel und er übergab sich noch etwas als er so da lag. Zwei andere Trunkenbolde wollten ihm auf die Beine helfen. Doch Archi wehrte es ab und brachte etwas wie:“ Daat gaaaaaiiiiitt. Latttsss meech innn ruuuhh“ heraus.“ dääär maaaissser is weeeeg unnnn nuuuu geeee iich aaaauhchhh.“ brüllte er. „Weeer willll miiich dennn schoooan haaabeeeen.“
Archi hatte sich hingesetzt. Inmitten der Taverne auf dem Fußboden. Er sah einen der Bauern an die dort saßen. „Was wollt ihr für eure alte Kutte mein Herr“ fragte Archi. „Ich will sie euch abkaufen oder wir tauschen.“ Und lachte laut. „jaaaaa ich schenke euch mein edles Gewannt und ihr gebt mir das eure. Der alte Lappen ist gerade gut genug für mich.“ Archi fing an sich das Valorianische Wappen von linken Ärmel seiner teuren Rüstung zu reisen und all seine Abzeichen. Er zehrte verzweifelt an jeden dieser Dinge bis er sie alle kaputt hatte. Dann zog er die Rüstung aus warf sie in die eine Ecke, dem Bauern vor die Füße und zerbrach anschließend seine kostbare Zauberrute.
Archiclinius stand nun fast entkleidet und sturzbetrunken schwankend vor dem Bauern und forderte wirklich dessen alte Leinenkutte. „Nun macht schon“ maulte er den Bauern an“ ich habe nur für einen Tag Brot dabei“ und lachte in seinem taumeln. „ Aber mein Herr“ sagte der Bauer. „ Wie könnte ich es zulassen daß ihr Eure edle Gewanndung gegen einen alten Lumpen eintauscht. Haltet ein ihr seid nicht bei euch.“
„ Welcher Herr ?“ fragte Archiclinius in die Runde. „ich sehe hier keine Herren. Eine Rüstung macht noch lang keinen Ritter aus einem. Und nun gebt mir eure Kutte lieber Bauer. Dann kann ich meines Weges ziehen. Meine alte Rüstung ist so viel wert das Ihr euch drei neue Pferde davon kaufen könnt. Also schlagt ein und nehmt an.“ Archi streckte ihm die Hand entgegen. Zögerlich nahm der Bauer an obwohl er eigentlich nicht wollte. Doch Archi meinte es tatsächlich ernst.
Archiclinius nahm die Kutte dankend entgegen und zog sie an. Wie ein kleiner Mönch aus einer alten Zeit sah er nun aus. Die alte Kutte war in einem erdbraun gehalten und ging Archi bis über die kleinen Füße. Ein paar gestopfte Löcher hier und dort und ein paar alte Flicken an den Elenbogen. Dazu hatte sie eine sehr große Zipfel-Kapuze die Archis Gesicht gut verdeckte. Gerade als er gehen wollte stand Snaffsnaff plötzlich vor ihm. Die Frau vom Wirrt hatte sie geholt als Archi an fing laut zu werden. Sie kannte die beiden recht gut und wusste das Archi an solchen Tagen nur auf Snaffsnaff hörte. Doch er sagte kein Wort. Sie sah ihn mit ihren himmelblauen Augen an. Es bot sich für sie ein trauriger Anblick als sie Archi erblickte und ihm in die Augen sah die ein wenig unter der Kapuze hervorblickten. Sie waren so leer und strahlten nicht wie sie es sonst taten.
--Sie ließ ihn gehen ohne ein Wort.


.....ein paar Tage später

Archi zog wie Ogog es ihm aufgetragen hatte zu Fuß nach Mosalien. Einsam durchquerte er die Wildnis und vernahm dabei so vieles was er früher nie beachtet hatte. Allein mit sich und der Welt ging es ihm recht gut. Er hatte nichts mehr außer sich selbst. Er hatte alles zurück gelassen. Und somit gab es nichts mehr zu verlieren.
Eins mit den Sternen in der Nacht und am Tage mit der Sonne streifte er durch viele Landstriche. Und lernte viel Neues über die Kräfte der Natur und über sich selbst. Sein Weg führte ihn dicht an die nördliche Küste heran. Zeit genug so dachte er werde er wohl haben. Er wanderte über große satte Wiesen und kleine Berge bis er an einer sehr hohen Steilküste ankam. Der Anblick von hier oben auf das laute tosende Meer wenn es gegen die Felsen klatschte und die Seevögel die ihre Kreise zogen war unglaublich schön. Ein starker auflandiger Wind blies ihm alle schlechten Gedanken aus dem Kopf. Er lächelte etwas. Er blieb noch zwei Tage in dieser Gegend bevor es ihn weiter zog.
Den Wegen und kleinen Pfaden nur ungefähr folgend kam Archi an einem großen alten Schloss vorbei. Doch er fand hier lediglich einen alten Händler und drei Schlossherren vor. Ansonsten war das Anwesen welches in seiner Herrlichkeit kaum zu überbieten war unbewohnt. Es glich fast einer Kleinstadtfeste und beherbergte alles was man sich denken kann hinter seinen starken Mauern. Es wirkte wie eine Geisterstadt was es auch fast war. In der Mitte der alten Festung von Blunea so hieß das Gebiet damals, stand ein riesiges Monument. Hoch auf einen Sockel mit großen Treppen an jeder Seite stand ein Obelisk. An ihm angebracht war eine Tafel mit vielen Namen großer Häuser der alten Zeit. Damals gab es noch Einigkeit in Iberia. Es war das Monument der alten Orkkriege welche so grausam waren und so gewaltig in ihren Ausmaßen. Die Dimensionen des Materials und der Soldaten die man damals bei der Schlacht um Blunea brauchte waren enorm. Zwanzigtausend Orks mit Kriegsmaschinen und Ogern gegen das Iberianische Heer zusammen mit Freibeutern und Söldnern aus Gor. Und auch ihre Anzahl wart höher als einundzwanzigtausend Mann. Solche Kriege gingen über eine lange Zeit.
Archi blickte ehrfürchtig auf die Namen. Doch obwohl er niemanden kannte war ihm als habe er selbst Teil gehabt in früherer Zeit. Ein leichter Schauder durchzuckte ihn. Ihm war als könne er noch die Schreie hören.
Er blieb hier Übernacht. Zimmer hatte das alte schicke Schloss zur Genüge und man war froh mal etwas Neues zu hören aus anderen Ecken der Landkarte. Man saß abends noch in einem Kaminzimmer beisammen und erzählte sich ein bisschen von diesen und jenen Dingen des Lebens. Archi behielt allerdings alles für sich. Er erzählte lediglich etwas Tüddelkram und sagte er sei ein Wanderer der Priesterkaste und durchquere zu Fuß das Land. Quasi ein Brahman. Man war erfreut daß es noch Wanderer gebe. Denn das Wort der Götter müsse in alle Lande getragen werden.“ Was aber auch sonst würde ein Torhüter des Königs wohl antworten.“ dachte Archi sich und schmunzelte.
Am nächsten Morgen machte er sich wieder auf den Weg. Mosalien war nicht zu verfehlen. Man konnte schon von sehr weit die mächtigen Baumwipfel sehen. Mosalien war ein sehr großes bewaldetes Gebiet. In das sich die Elfen zurück gezogen hatten. Etwas düster wirkte dieser riesige Hein. Man konnte fast an keiner Stelle des Waldes den Himmel sehen. So dicht bewachsen war das Dach der Bäume. Archi fühlte sich hier ein Stück weit wohl. Und besuchte jeden Fleck in diesem Wald. Einschließlich natürlich den alten Elfendörfern und deren neue Festung und einen kleinen alten Hafen, der in einer Bucht im Norden lag. Zu Archis Unterhaltung gab es hier einige Stämme Goblins. Anfänglich wollte Archi ein wenig versuchen mit ihnen zu handeln. Doch Goblins und Fee`n sprechen nicht ganz dieselbe Sprache. Und so machte Archi sich daran die kleinen Biester lieber zu jagen und zu töten. Das Seelensammeln will ja nicht verlernt sein. Auch wenn man sonst eher friedlicher Natur sein wollte. Doch ein Nekro ist ein Nekro. Und muß seinen Dingen auch mal nachgeben.
Ein paar Tage später besuchte er abermals das alte Elfendorf und sprach dort bei Rubina vor. Sie war sehr geistreich und belesen. Sie und der Alte Ogog kannten sich schon lang und bei Zeiten hatte der Alte dann und wann einige Schüler zu Rubina geschickt wenn der Meister glaubte das sie übermäßig Naturverbunden waren. Und bei solchen Dingen konnte nur eine dunkle Elfe wie Rubina weiter helfen. Denn auch sie konnte und das obwohl sie eine dunkle Waldelfe war in die Totenwelt blicken und verstand viel von Ahnenkunde und ihrer Geisterdimension wie es die Beschwörer konnten und wussten. Nach Ogog wurde Rubina Archis neuer Mentor oder neue Mentorin. Rubina war sehr fordernd in allen Aufgaben die sie Archiclinius stellte und bot ihm keinerlei Gelegenheit sich mit ihr anzufreunden. So blieb das Gewicht : „ Schüler- Meister“ gewahrt. Archi tat alles wie ihm aufgetragen wurde und lernte Mosalien auch von seiner Schattenseite her kennen. Es verbargen sich damals viele Geheimnisse in diesem endlosen Wald. Und manches Monster mußte er mit harten Bandagen bekämpfen um Ziele zu erreichen. Es trieb ihn durch Sümpfe voll mit böswilligen Schlingpflanzen, durch knochige Waldgebiete voller Goblins oder verbrannte Stellen in der noch altes Kriegsgerät vor sich hingammelte. Oder in den mittleren Teil des Waldes wo er sich gegen eine hohe Anzahl Schimären und starke Bäumlinge behaupten mußte. Und da er seine alte Rüstung abgelegt hatte. Konnte er sich nur auf sich selbst verlassen. So steigerte er seine Fertigkeiten um ein vielfaches. Und sein Geschick wuchs von Tag zu Tag. Und er stellte sich immer neuen Aufgaben die er alle meisterte.
Nach Wochen der Einsamkeit kehrte Archi wieder ins Elfendorf um Rubina zu treffen. Diese war aber nicht zu finden und Archiclinius erkundigte sich bei ihrem Nachbarn einem Händler für Allerleih Dinge aus der Region. Tränke, Pfeile, einfache Nahrungsmittel und leichte Kleidung wie es bei Elfen üblich ist. Und eine kleine Anzahl an guten Bogen war hier zu finden. Er aber konnte Archiclinius auch nichts Genaues sagen wann Rubina wohl wieder anwesend sei. Doch er hätte für Archi wenn er wolle einige kleine Aufgaben die er selbst nicht ganz pünktlich schaffen würde. Und schickte Archi der einwilligte zum Hafen um Tauschhandel zu treiben und ihm dies und jenes bei den fahrenden Händlern der Schiffe zu besorgen. Archi machte sich zum Hafen auf und brauchte dort fast den ganzen Tag um alles zu bekommen. Am Abend ging er wieder zurück als die Sonne schon in einem Feuerrot am Horizont versank. Und er leicht erschöpft ankam im alten Elfendorf. Zu einem großen Danke bekam Archi von dem Händler ein paar neue Latschen. Denn seine waren schon ziemlich kaputt und alt. Er bedankte sich herzlich und zog sie an. Ein kleines Lächeln huschte über sein Gesicht was er fast immer verborgen hielt. Aber daß er sich mal über ein paar einfache neue Latschen freuen würde hätte er früher nicht gedacht.
Archi blieb ein paar Tage im Dorf und genoss die Ruhe und die Schönheit des Waldes an diesem Platz. Riesige Bäume die über vierzig Meter und höher in den Himmel ragten und die von bunten Efeu und anderen Lianen und Kletterpflanzen umsäumt waren. Ein kleiner Teich mit sehr klarem Wasser indem sich lauter kleine Schwärme von Fischen tummelten und sich gegenseitig in ihrer Farbenpracht übertrafen. Und ein schmaler versteckter Pfad bot einem die Möglichkeit einen Platz aufzusuchen der so hoch lag das man das ganze kleine Elfental um das Dorf herum sehen konnte. Welches von einer großen Hügel und Bergkette umgeben war. Ein schöner Ort.
Am nächsten Morgen als Archi sich frisch machte am Brunnen der Jugend der die Dorfmitte ausmachte trat Rubina an ihn heran und sprach:“ Archiclinius, nimm dieses Schreiben von mir und den Elfen und bringe es deiner Prinzesin und nur ihr.“ „Aber ich darf Horusland und Keter nicht betreten bis die Zeit um ist die Meister Ogog mir vorgab.“ sagte Archi. „Die Wachen würden mich verhaften. Ich habe meinen Eid gebrochen“. „ Dann sei auf der Hut das Dich niemand sieht“ sagte sie fordernd.“Wähle oder geh deines Weges.“ Ohne ein weiteres Wort ging sie wieder. Archi wusste daß sie sich auf Diskusionen nicht einließ. Und überlegte gut wie er nach Keter kommen sollte ohne gesehen zu werden. Valorian schläft nie ganz. Irgendeinen trifft man immer. Und zu dem würde er zu Fuß schon zwei Tage brauchen um bis Horusland zu laufen und müsste es noch halb durchqueren. Archi machte sich auf fern ab der Wege und Straßen um nach Keter zu kommen und sich dann in den Palast zu schleichen wie ein Dieb. Mühsam war der Weg zu Fuß und weit bis nach Keter. Immer wieder mußte er sich verstecken und warten bis er seinen Weg fortsetzen konnte. Nach drei Tagen kam er schließlich an. Früh morgens kam die Große Keter Zitadelle in Sicht. Archi suchte sich am Fluss welcher die Feste umgab ein Versteck um auf die Nacht zu warten.
Spät abends als die Nacht herein brach traute er sich aus seinem diesem welches nur unweit von den Burgmauern Keters lag die unüberwindbar hoch waren. Er hatte sich gut verborgen am Fluss aufgehalten und sich geschickt im hohen Schilf versteckt. Zerlumpt wie er war, immer noch mit der alte Kapuzenkutte bekleidet trat er direkt vor zwei Torwachen die am Ende der Zugbrücke standen und ihn musterten. „ Wer seit ihr so sprecht oder ich durchbohre euch mit dem Speer.“ Sagte der eine. „ Ein Freund und das spitze Ende zuerst“ gab Archiclinius von sich. Seine Blicke durchdrangen die beiden Wachen und Archis Augen fingen an grünlich zu leuchten.“ Ich bin nur ein Bote“ sagte Archi mit einem Grummeln im Bauch.“ Er ist nur ein Bote“ sagten beide Wachen darauf hin fast synchron.“ Ihr seid eurem Herrn zwei gute Diener. Ich will euch belohnen“ sprach Archi und ließ einige Goldmünzen fallen. Und ging dann seines Weges durch das Burgtor welches gut zehn Meter in der Höhe maß und gut und gerne an die vier Meter in der Breite hatte. Die Festung Keter war als heimlicher Besucher schon etwas unheimlich da man wusste welche Berserker hier auftauchen konnten. Die Valorianische Königliche Garde war ein harter Haufen rüder Ritter und Waffenknechte. Aber zu Archis erstaunen war nur sehr wenig los. Und er konnte mühelos umherschleichen. Bis zum Palast war es ein wenig nass denn er hatte den Weg durch die alten Katakomben genommen um wirklich unsichtbar zu bleiben. Vorbei oder durch den alten Wassergarten konnte er bis zum Palast schwimmen. Die Kanalisation schließlich bot einen Weg der am Palast endete. Jetzt mußte er es nur noch zur Prinzesin schaffen. Aber er glaubte kaum daran daß er auch nur drei Meter hinein kam ohne entdeckt zu werden. Doch sein Weg bis in den Thronsaal war frei. Aus welchem Grund auch immer.
Archi konnte es nicht ganz glauben so viel Glück auf einmal. Er grübelte etwas über die Situation. Dann betrat er den Thronsaal und schritt langsam auf das Podest zu auf welchem der Königliche Thron stand. Archi traf wirklich seine Prinzesin an. Als habe sie auf ihn gewartet. Und in der Tat sie wusste genau wann er kommen würde. Valorian schläft nie. Tief verbeugte er sich vor ihr. Sie war sehr hübsch und hoch gewachsen. Lange braune Haare schmückten schick verknotet ihren Kopf. Ein prachtvolles Kleid zierte sie. Und sie hatte ein zauberhaftet ehrliches Lächeln. Archi bekam leicht rote Wangen.
„Mein junger Freund. Ihr habt es tatsächlich geschafft. Ich bin beeindruckt und hoch erfreut euch gesund wiederzusehen. Doch eure Gewanndung lässt zu wünschen übrig.“
sprach die Prinzesin.“ Meine Kutte ist das was mir angemessen ist.“ „ Und bescheiden seid ihr noch dazu. So kenne ich euch gar nicht mein kleiner Freund.“ Gab die Prinzesin zurück. „ Doch nun höre was ich euch zu sagen habe. Die Zeit drängt und wir müssen uns eilen. Geht zurück zu Rubina und berichtet daß alles vorbereitet ist. Sie wird wissen was zu tun ist. Danach wandert ihr weiter hinauf ins Hochland und trefft Rubinas Schwester die bei den Harpyien lebt. Sie wird euch später zu den Yetis führen die dort oben leben seit es diese Welt gibt. Sie sind äußerst Weise. Ihr oberster Schamane soll dein letzter Mentor werden. Doch gib acht das Du sie nicht beleidigst. Mögen sie primitiv auf uns wirken so ist ihre Verbundenheit mit der Natur so groß wie es für uns nie möglich wäre. Lerne alles was sie Dich lehren. Und dann finde den Rest des Weges allein. Doch genug nun. Alles Weitere wirst Du im Hochland finden. Und nun eile rasch.“ sprach die Prinzesin.
Archi verneigte sich abermals sehr tief und gelobte den Hause Valorians seine Treue.
„ Eines noch für euch mit auf euren Weg“ sagte die Prinzesin.“ Zweifelt auf eurem Weg niemals an euch selbst. Niemals. Auch wenn ihr oft Zweifel hattet so war euer Weg der Richtige. Und so ist es auch dieses Mal. Und nun geht, macht schnell.“
Archiclinius ging schnellen Schrittes in Richtung Ausgang. Merkwürdiger Weise waren immer noch keine Wachen zu sehen im Palast. Vielleicht hatte die Prinzesin…..?
Archi eilte in den Wassergarten aber benutze nun die Wege um an einem kleinen Stallgebäude halt zu machen um sich ein Caribu zu „leihen“. Kein großer Schaden dachte er sich. Und wollte gerade aufsatteln als eine Stimme die er gut kannte hinter im auftauchte. „Ich weis um euch mein Herr. Ich weis wer ihr seid. Mögt ihr euch versteckt halten so weis ich dennoch um euch.“ Es gibt hier einige die viel Gold bezahlen würden für euch.“ „ Was wollt ihr von mir? Ich habe keine Zeit für Spielchen.“ Sagte Archi forsch.
„ Ihr schleicht durch Keter in der Nacht wie ein Räuber und fragt mich was ich möchte?“
Archi zögerte etwas in seinen Worten. Und wartete ab. „Also was treibt euch zu dieser Stunde nach Keter“? Ist unser Archi jetzt auch noch Agent des Königs geworden“? das hätte ja noch was.“ Zischte es Archi entgegen. Jener der ihm den Spot an den Kopf warf war ein großer Feenkrieger. Einst selbst ein Held in vielen Schlachten für Valorian versank der alte Krieger in Trübsal und er war Müde von all den Abenteuern und Schlachten. Sie nannten ihn Sir Eastside. Doch allen Geschichten über ihn zum trotz hatte Archi für den müden Krieger einiges übrig. Und sprach ihm gut zu:“ Ich kenne euch aus anderen Tagen mein Herr. Aus großes Zeiten. Ich bitte euch wenn ihr noch einen Funken Ehre für den König besitzt so last mich ziehen. Ich erkläre euch an einem andern Tag alles was ihr Wissen wollt. Doch nun lasst mich gehen. Und sagt niemandem ein Wort daß ich hier war. Ich bitte euch.“ Archi sah in an und wartete ab. Der alte gab mürrisch den Weg frei. Aber sagte höhnisch:“ Beim nächsten mal kassiere ich dein Kopfgeld Archi.“ Und lachte laut.“ Und nun mach das du weg kommst.“ „Ich danke euch“ sagte Archi freundlich.
Er sprang auf das geliehene Caribu und ritt zum Burgtor. Niemand war zu sehen. Nur die zwei Wachen von vorhin. Archi schmunzelte als er langsam durchs Tor ritt.“ Halt wer da“ sprach die eine Wache.“ Nur der Bote“ sagte Archiclinius. Und grinste finster. „ Nur der Bote“ sagten beide Wachen. Archi warf den beiden noch ein paar Münzen hin.“Ihr seid wirklich zwei sehr gute Diener.“Dann gab er seinem Caribu die kleine Peitsche und donnerte in die Nacht hinaus. Auf dem nächsten Weg Querfeldein Richtung Mosalien.

Archi erreichte früh morgens als die Sonne aufging das alte Elfendorf und stieg leicht übermüdet ab. Doch um sich bei Rubina zurück zu melden war es noch zu früh und so ritt er noch etwas durch den nahen Waldbereich des Dorfes. Doch plötzlich wie er so des Weges ritt sah er in leichter Entfernung eine Gestallt. Ein Feline. Archi stieg ab und ging ein paar Schritte. Doch etwas stimmte nicht ganz. Er konnte so etwas wie Angst wittern in der Luft. Archiclinius beschwor einen seiner Seelendiener herbei. Seinen Gottgeist.
Das Lichterne Schillern dieses Gottgeistes war so einigen, die schon mal gegen einen Nekro kämpfen mussten wohl bekannt und manch einer ging auf großen Abstand. Denn ein guter Nekromant wusste nur zu genau damit umzugehen. Und sich durch geschicktes befehlen seines Dieners selbst immer schön auf Abstand des Gegners zu halten. Doch Jener dort ihm gegenüber blieb stehen. Zwar konnte Archi seine Unruhe fühlen doch der Fremde blieb stehen und fing an ebenfalls einen Diener zu beschwören.
Ein Derionischer Beschwörer. Archi war fasziniert. Und grinste fröhlich. Er verbeugte sich tief vor seinem Gegner. Dieser tat das selbige. Archi betrachtete sein Gegenüber mit offenen Augen und mit Scharfsinn. Allein die Rüstung des Fremden Nekromanten, eine dunkle schwere Hartlederrüstung, ließ darauf schließen daß er vom Rang her Archis Kragenweite hatte. Ein Duell zum Sonnenaufgang und das mit einem so hoffte er würdigem Gegner.
Der Diener des Derionischen Beschwörers war ein Dämon. Archi schmunzelte zufrieden. Er rannte wie angestochen auf den Gegner zu. Und beachtete den Diener des Fremden nicht. In keinster Weise. Und bevor der Derioner überhaupt auch nur einen Schachzug machen konnte wurden seine Kräfte durch Archis Verhexungen blockiert.
Das geschah in so einem Rasanten Tempo das es einfach keine Möglichkeit gab zu reagieren. Der Gottgeist hatte indes den Dämon sprichwörtlich auf Eis gelegt. Und bearbeitete diesen mit vielen harten Magieattacken. Dazu gab es von Archis Seite noch ein spektakelhaftes Blitzgewitter welches den Dämon in wenigen Sekunden vernichtend schlug. Mit leuchtend grünen Augen sah Archi nun seinem Gegner tief und finster in die Augen. Und schickte seinen Gottgeist auf ihn. Dieser bannte den Fremden durch einen Magiezauber wie ihn Feuermagier benutzen. Höllenflamme so wurde dieser Zauber genannt verwirrt den getroffenen Gegner geistig so sehr das dieser unkontrolliert umher irrt und denkt dass er lichterloh brennen würde. Und das für ein paar Sekunden. Für den Zuschauer immer ein schönes Schauspiel. Archi legte nach und blockierte abermals die Kräfte und Fähigkeiten des Gegners. Sogleich folgten einige harte Magietreffer und schließlich entfachte er noch einmal ein mächtiges Blitzinferno. Voll getroffen zog sich der Derionische Nekromant so einige Meter zurück. Archiclinius ließ ihn Gewehren.
Er wollte ihn nicht töten. Jedenfalls noch nicht. Archi grinste triumphierend. Und machte einen Luftsprung und brüllte „Hurra“ und ries seine kleinen Ärmchen hoch. Dann allerdings klatschte er ein wenig Beifall für die Tapferkeit des Gegners weil dieser nicht geflohen war. Was in Einzelduellen gegen Derioner zur zu oft vor kam. Denn nicht jeder wusste gegen einen Nekro zu kämpfen. Er verneigte sich sogar etwas vor dem fremden Nekro. Der Derioner tat ihm gleich. Verneigte sich aber ehrfürchtig vor dem Archiclinius.
Archi schwang sich auf sein Caribu und sauste zurück zum Elfendorf. So langsam sollte Rubina wohl Besuch empfangen können. Archi brachte ihr die Grüße der Prinzesin und berichtete was er ausrichten solle. Rubina war zufrieden. Und tat Archi noch einige Dinge auf die es zu tun gab bevor sie auf eine Reise wie sie sagte gehen würden. Archiclinius tat alles und noch mehr um alle Aufgaben zu erfüllen. Es fiel ihm sichtbar leichter von Tag zu Tag. Mittlerweile hatte er sich auch eine neue mächtige Zauberrute bauen lassen. Eine nagelneue Sepira und sie schimmerte in einem Schwarz grünlichem Licht. Eine gewaltige Waffe der viel Kraft inne wohnte. Die brauchte er so langsam. Die Anforderung an eine perfekte Waffe wuchs mit den Aufgaben. Wochenlang war er mit einem alten Moosknüppel umher gewandert. Ein uralter Elfenzauberstab der aber nur mit wenig Kraft beseelt war. Seine alte Kutte jedoch trug er weiterhin. Auf diese Art mußte er gewaltig aufpassen daß es ihn nicht erwischte im Kampf. Das schulte das Auge und die Reflexe.
Die Zeit verging und Archi hatte viel zu meistern. Schwere Zeiten brachen an und er dachte oft an sein Dorf und Snaffsnaff. Eine lang Zeit war er weg ohne noch einmal ihre Stimme gehört zu haben oder ihr Lächeln zu sehen. Es schmerzte ihn. Und sie war ihm näher in diesem Moment als er glaubte und wusste. Sie kam eines Tages ins Elfendorf. Sie und Rubina kannten sich ein wenig. Und Snaffsnaff hatte für Archi etwas hinterlassen. Sie hoffte ihn selbst anzutreffen. Doch sie verpasste ihn um nur ein paar Minuten. Gerade als sie fünf Minuten aus dem Dorfe war traf er ein. Rubina gab Archiclinius ein Packet von Snaffsnaff welches sie dort gelassen hatte. Archi ging ein Stück weit auf eine kleine Wiese und schaute auf das gut verschnürte Packet welches viel wog. Er setzte sich auf die Wiese und öffnete es. Zu seinem Erstaunen befand sich in dem Packet seine alte Rüstung. Welche auf Hochglanz gebracht wurde und stark verbessert im Rüstungsschutz. Und sie wart Rabenschwarz. Archi fand noch einen kleinen Brief unter der Rüstung.
„Mein Lieber Archi, lang hab ich immer auf die warten müssen und von deinen nächtlichen Riten auf den Friedhöfen mal zu schweigen. Eine lange Zeit ist vergangen in der ich ewig große Rücksicht nahm auf Dich. Doch die Zeit in der Du Dich versteckst und durch die Welt reist, zerstört mein Bild von uns. Und wieder warte ich nun dass Du irgendwann wieder kommst. Ich weis nicht ob ich am Ende deiner Reise noch da sein werde. Viel zu lang war ich oft ohne Dich. So kann es nichts werden. Ich gab mir große Mühe dir gerecht zu werden. Aber Du warst oft nicht mal anwesend auch wenn Du bei mir warst. Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg. Lebe wohl und mögen die Götter Dich behüten. –Snaffsnaff-
Nichts war für ein paar Sekunden zu hören im Elfenwald. Sekunden der Stille. Nicht mal ein Vogelzwitschern. Dann durchbrach ein leidiges Schreien diese Stille.
Alle Vögel wurden aufgeschreckt und zogen hoch in die Kronen der Bäume. Archi war nicht mehr bei sich und brüllte kläglich so laut er konnte und rief ihren Namen.
Sie konnte ihn noch aus großer Entfernung hören und blieb mit ihrem Caribu kurz stehen und ihr gingen so viele Dinge durch den Kopf. Sie hörte sein Klagen und ihren Namen. Sie weinte. Und ja dieses eine mal wollte sie noch warten auf ihn. Sie nahm sich zusammen und ritt ihres Weges weiter. Archi blieb getroffen zurück im alten Elfendorf allein mit sich selbst für ein paar Tage.
Rubina kam ein paar Tage später zu Archi und machte ihm klar dass es keine Zeit gäbe zu trauern. Eine gewaltige Aufgabe stand vor ihm. Sie werden gemeinsam eine Zeitreise unternehmen um eine Dinge im Chaos zu regulieren. Unstimmigkeiten in einer Nachbardimension die schon lange existiert und schon Vergangenheit ist aber noch betretbar sei. Rubina wollte mit Archi ein bestimmtes Seelenstück eines Wächterdämons sammeln das nur durch einen Nekromanten frei zu bekommen war. Und welches sie brauchen würden um im Hochland einer alten Geschichte nachzugehen. So machten sie sich auf das geheime Portal aufzusuchen welches einen von den Chaosmönchen bewachten Zugang verbarg. Nur wer wusste wie mein hinein kommt und das Recht hatte durfte es betreten. Die Elfen bewachten das Tor ihrer Seitz und die Chaosmönche ihr Tor auf der anderen Seite in der Vergangenheit. Eine instabile Raumblase. Doch jemand entkam der alten Zeit in die Neue und weckte alte Dinge. Jemand der für das aufkommende Chaos verantwortlich war das in Iberia seit langem sein Unwesen trieb. Rubina und Archi waren genau diesen Dingen auf der Spur. Denn das Chaos selbst hatte mit diesen Dingen nichts zu tun. Im Gegenteil. Die Mächte des Chaos beanspruchten die Hilfe der Elfen um dem Einhalt zu gebieten. Denn jemand raubte etwas aus dem Reich des Chaos und bemächtigte sich einer alten dunklen Kraft die weit versteckt in der Vergangenheit aufbewahrt wurde. Etwas sehr altes und böses.
Archiclinius und Rubina betraten das Tor und kamen nachdem sie durch einem bunten Schwall aus Farben Lichtern und wirren Stimmen auf der anderen Seite in der Vergangenheit an. Es war Mosalien vor rund einhundertzwanzig Jahren. Damals kämpften Valorianer und Derions Truppen gemeinsam gegen das Chaos welches sich unkontrolliert ausbreitete. Und alles in seinen Bann zog was geistig nicht stark genug war. Und so damals fast alles verschlang. Wenn nicht zuletzt die Götter gekommen wären um sich auf Iberias Grund und Boden eine Schlacht gegen das Böse zu liefern wie sie es sie bis dato nie gab. Ein Inferno das einer Supernova glich. Mit einer Schlacht in der ein Heer aus mächtigen Seraphin und Gottgeister gegen eine riesige Armee Untoter und Monster kämpften die so grausam waren das es eurer Wortschatz nicht zu denken vermag.
Danach gab es fast kein Leben mehr in Iberia. Doch die Chaospriester in ihrer Güte gaben viele unschuldige Seelen wieder frei. Jene die zu Unrecht starben. Die Götter sahen dass es Gut war und es gab einen Vertrag der besagte das niemals wieder ein solcher Krieg sein sollte zwischen dem Chaos und den Göttern auf Iberias Erde. Ferner stand geschrieben dass alle Tore, Portale und Dimensionsfenster bewacht sein sollen bis in alle Ewigkeit auf das ein Niemand es schaffen sollte jemals wieder an die Macht zu kommen und solches heraufzubeschwören. Doch wie es schien hatte es wirklich jemand nach hundertzwanzig Jahren geschafft das Eine zu stehlen welches so mächtig war. Der uralte Kessel der Weisheit. Wer ihn besaß und zu nutzen wusste konnte eine unheimliche Kraft entfachen. Der Kessel war gefüllt mit so viel Hass, Niedertracht und Boshaftigkeit das ich es nicht beschreiben kann. Was ich einst sah kann man nicht in Worte fassen.

#EMO_ALT_1# huhu 2 -3 tage geduld dann gehts weiter
vor 2493 Tagen erstellt #2
Markus38
Stufe 80, Pendatron
Schattenläufer
Valorian
Hab s net ganz druch gelesen aber respekt vor der mühe die du dir gemacht hast
vor 2493 Tagen erstellt #3
Lonabley
Stufe 9, Xhadra
Bogenschütze
Gor
boah textwall
vor 2493 Tagen erstellt #4
xGhettoOma
Stufe 17, Titurion
Bogenschütze
Valorian
ich wette mind. 3 stunden schreiben #EMO_ALT_2#
vor 2493 Tagen erstellt #5
niceguy2555
Stufe 90, Lapiris
Priester
Valorian
sehr schön geschrieben.
ich schlage dich HIERMIT für einen ehren 4story preis vor.
vielleicht bekommst ja ne kleinigkeit für deine mühen.

mfg nice
vor 2490 Tagen erstellt #6
xShenox
Stufe 26, Xhadra
Magier
Derion
Wie lange haste dafür gebraucht?
vor 2442 Tagen erstellt #7
Archiclinius
Stufe 90, Titurion
Beschwörer
Gor
huhu #EMO_ALT_3# danke der netten worte =) ich bin noch lange nicht am ende das ist quasie nur der anfang bis ich den ritterschlag erhalten hatte ( 80) dann ging es ja erst richtig los XDD
ich schreibe seit ca 1 jahr an meiner story und veränder sie fast jedes mal wieder ... geplant sind ca 300 leseseiten also ein Roman .... ich habe sehr viel mehr geschrieben als das was es zwischen durch mal zu lesen gibt jetzt zu ostern gibt es einen kleinen vorgeschmack auf den zweiten teil.....das gesammte werk versuche ich bis weihnachten zu veröffentlichen denn ich möchte nichts auslassen und einige gamer werden sich hier noch wieder finden und das soll ja letzten endes auch alles so seine richtigkeit haben in der zeit die vergangen ist..... have fun mit dem neuen "update" der story....... danke für das lesen und die COMS. ;D vielleicht kann ich mit der unterstützung von SEMI und GAMEFORGE ja eines tages ein echtes buch auf den markt schmeisen ( träum täum träum <<<<<<>>>>> und dann ab nach hollywood fetten film drehen XDD mit georg oder mc. spielberg #EMO_ALT_4# eherenwerte liebe grüße Archiclinius
vor 2442 Tagen erstellt #8
1234m
Stufe 26, Titurion
Magier
Derion
Ich glaube ,daß deine Träume irgendwie nicht in Erfüllung mit Hollywood usw gehen .
vor 2442 Tagen erstellt #9
J3LackLegenD
Stufe 20, Lapiris
Bogenschütze
Derion
Ich sag dir nur eins: Das wird niemand lesen hahaha xD
Suche Bogi D10 Schmuck »|»|» 8GESCHICK«|«|«
vor 2442 Tagen erstellt #10
xXLilithX
Stufe 30, Xhadra
Magier
Derion
1234m? lass ihn doch #EMO_ALT_7# ist ne süße Story #EMO_ALT_5#

<3 Gruß Lilith und ihre "Dämonen"-Bande #EMO_ALT_6#
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